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Stadtwerke setzen im Hamm-Gas-Streit auf Plan B

Gasbohrungen in Herbern

In der Auseinandersetzung mit dem Mehrheitsgesellschafter und Lagerstättenspezialisten PVG haben die Stadtwerke Hamm am Mittwoch ihren Plan B aktiviert: Die Stadtwerke wollen es nun zusätzlich zu der bereits ausgesprochenen außerordentlichen Kündigung mit einer ordentlichen versuchen.

HERBERN/HAMM

, 08.03.2017
Stadtwerke setzen im Hamm-Gas-Streit auf Plan B

Am 10. und 11. Mai 2016 richtete die Firma Daldrup im Auftrag von Hamm-Gas auf der Fläche an der Nordick Schliekstraße in Herbern-Nordick den Bohrturm für die bevorstehende Probebohrung nach Flözgas auf.

Sollte die außerordentliche Kündigung des Gesellschaftervertrages der Hamm-Gas nächste Woche vor Gericht keinen Bestand haben, dann wollen es die Stadtwerke mit einer ordentlichen Kündigung versuchen. „Die haben wir jetzt zusätzlich zu der außerordentlichen Kündigung aus Dezember 2016 nachgelegt“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm auf Anfrage unserer Redaktion: „Das ändert nichts an den Positionen.“

Auf zweite Erkundungsbohrung verzichten

Und die Position der Hammer besagt, wie mehrfach berichtet: Die erste Probebohrung nach Flözgas in Herbern-Nordick sei dermaßen enttäuschend verlaufen, dass man sich die Kosten für eine zweite Erkundungsbohrung sparen könne. Ein eigenes Gutachten belege das.

Die Qualität dieses Gutachtens bezweifelt die PVG stark und beharrt darauf, eine sachkundige Bewertung der Gasförder-Chancen könne man erst nach einer zweiten Bohrung vornehmen. Und genau dazu hätten sich die Stadtwerke vertraglich verpflichtet.

Den aktuellen Schritt der Hammer wertet die PVG als Hinweis auf die Unwirksamkeit der außerordentlichen Kündigung. Sie geht davon aus, dass die Stadtwerke bei einer ordentlichen Kündigung ihren Anteil zur zweiten Erkundungsbohrung beitragen müssten.

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