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Sperrungen aufgehoben

Herne: Beide Bomben sind entschärft

Herne Geschafft. In Herne sind die beiden Weltkriegsbomben erfolgreich entschäft worden. Die Autobahnen sind wieder frei gegeben, Züge fahren wieder und die Anwohner dürfen wieder in ihre Wohnungen. Das teilt die Stadt Herne am Sonntag nachmittag mit

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Der Oberbürgermeister der Stadt Herne, Horst Schiereck (2.v.l), und Regierungspräsident Gerd Bollermann (3.v.l) stehen am 31.08.2014 in Herne (Nordrhein-Westfalen) zusammen mit den Feuerwerkern Volker Lenz (l) und Karl-Friedrich Schröder (r) vor der Ausgrabungsstelle einer Bombe.

Entschärfer der Bombe: Der Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder mit dem Zünder einer 1,8 Tonnen schweren Luftmine.

In Herne sind am Sonntag zwei große Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes hätten zunächst um 13.15 Uhr eine 250 Kilogramm schwere Sprengbombe unschädlich gemacht, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Eine Stunde später, um 14.15 Uhr sei eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine entschärft worden. Die beiden Blindgänger waren bei der Auswertung von Luftbildern auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses gefunden worden.

Alle Sperrungen seien demnach aufgehoben. Die Autobahnen werden frei gegeben, alle Verkehrsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Entschärfungsaktion entfallen. Der Hauptbahnhof Wanne-Eickel ist wieder geöffnet. Die Züge verkehren wieder. Auch der Busverkehr in Wanne-Eickel läuft wieder.

Fotostrecke: Bombenentschärfung in Herne

Große Ausgrabungsstelle: Der Oberbürgermeister der Stadt Herne, Horst Schiereck (2.v.l), und Regierungspräsident Gerd Bollermann (3.v.l) stehen am 31.08.2014 in Herne zusammen mit den Feuerwerkern Volker Lenz (l) und Karl-Friedrich Schröder (r) vor der Ausgrabungsstelle einer der Bomben.
Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes mit einem Sticker. Der Pfeil wird an Haustüren geklebt und signalisiert, dass das Haus geräumt ist. Die Entschärfung hatte sich zunächst verzögert, weil nicht alle Anwohner ihr Haus rechtzeitig verlassen hatten.
Etwa 10.000 Menschen mussten ihre Häuser während der Entschärfung verlassen. Auch die Bewohner eines Seniorenheims waren davon betroffen.
Die Polizei sperrte das Gelände großräumig ab.
Die zweite Bombe, eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine wurde um 14:15 Uhr am Sonntag entschärft.
Das leichtere Pendant, eine 250 Kilogramm schwere Bombe war eine Stunde zuvor bereits unschädlich gemacht worden.
Alles gut gegangen: Der Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder mit dem Zünder der 1,8 Tonnen schweren Luftmine

Rund 10.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Entschärfung der Bombe hatte sich zunächst verzögert, weil noch nicht alle Anwohner das Sperrgebiet geräumt hatten. 

Die Entschärfung wurde laut Bezirksregierung und Stadt Herne bewusst auf einen Sonntag gelegt, da Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen bleiben und auf den Straßen sowie Autobahnen weniger Verkehr herrscht. Auch Pflegeheime waren von der Evakuierung betroffen. Die Bewohner, teilweise auch Beatmungspatienten, mussten in Einrichtungen gebracht werden, in denen ihre Versorgung gewährleistet ist. Die Stadt Herne hatte zudem den Evangelischen Kirchenkreis und das Katholische Dekanat Emschertal sowie die Sportvereine über die bevorstehende Entschärfung informiert, damit Gottesdienste und Sportveranstaltungen abgesagt oder verlegt werden konnten. Im Gefahrenbereich befinden sich unter anderem mehrere Kirchen und Sportplätze.

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Der Oberbürgermeister der Stadt Herne, Horst Schiereck (2.v.l), und Regierungspräsident Gerd Bollermann (3.v.l) stehen am 31.08.2014 in Herne (Nordrhein-Westfalen) zusammen mit den Feuerwerkern Volker Lenz (l) und Karl-Friedrich Schröder (r) vor der Ausgrabungsstelle einer Bombe.

Entschärfer der Bombe: Der Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder mit dem Zünder einer 1,8 Tonnen schweren Luftmine.

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