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Herner lebte fünf Jahre lang mit Kugel im Kopf - ahnungslos

Schuss in Silvesternacht

Ein Fall, der wohl Kriminalgeschichte schreiben wird, beschäftigt die Bochumer Kriminalpolizei: Fünf Jahre lang lebte ein 35-jähriger Herner mit einer Kugel vom Kaliber 22 im Kopf - ohne es zu wissen. Den Kopfschuss erhielt er offenbar in einer Silvesternacht - er selbst dachte, es hätte ihn jemand auf den Kopf geschlagen.

HERNE

von Ruhr Nachrichten

, 24.08.2010

Es muss in einer der Silvesternächte 2004 oder 2005 gewesen sein - genau kann sich der 35-Jährige nicht einmal an das Jahr erinnern, berichtet die Polizei. Angetrunken war der 35-Jährige vor fünf oder sechs Jahren jedenfalls in der Herner Innenstadt unterwegs, als er gegen Mitternacht in der Nähe der dortigen Kreuzkirche plötzlich einen Schlag gegen den Hinterkopf verspürte. Dem Schlag aber maß der damals 30-jährige keine große Bedeutung zu.Grützbeutel gebildet Einige Jahre ziehen ins Land, bis sich in diesem Sommer am Hinterkopf des Mannes ein so genannter “Grützbeutel“ bildete. Im Krankenhaus röntgten die Ärzte den Kopf und stellten fest, dass sich in der Geschwulst ein Fremdkörper befand. Die Ärzte entschlossen sich zu einem Eingriff und fanden ein Projektil vom Kaliber 22. Projektil auf dem Weg zum BKA Über diesen “Fund“ informierte das Krankenhaus sofort die Polizei. Ein Bochumer Kripobeamter suchte den Patienten im Hospital auf und erfuhr die Geschichte aus der Silvesternacht. Die Bochumer Kripo hat nun das Projektil zum Bundeskriminalamt geschickt, glaubt aber nicht, den Fall nach so vielen Jahren noch aufklären zu können. "Aber schon jetzt steht fest, dass dieser Fall sicherlich ein kleines Stückchen Kriminalgeschichte schreiben wird - nicht nur in Herne und Bochum", ist die Polizei sicher.