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Herrenrunde schafft Alternativen für Senioren

Begegnungszentrum

Was ist, wenn Kneipenabende ihren Reiz verlieren? Und auch die Skatrunde nicht mehr so unterhaltsam ist wie früher?

EVING

von Von Felix Püschner

, 11.08.2010
Herrenrunde schafft Alternativen für Senioren

Seit Mai treffen sich die Evinger Senioren regelmäßig zur Herrenrunde - weibliche Begleitung ist nur in Form von Hündin Kara gestattet.

Die Herrenrunde, zu der sich Senioren im städtischen Begegnungszentrum treffen, bietet neue Möglichkeiten. „Soziale Kontakte spielen eine entscheidende Rolle, doch gerade ältere Männer kommen bei Angeboten häufig zu kurz“, sagt Cordula von Koenen vom Seniorenbüro. Diese Erfahrung musste Rüdiger Ölmann machen: „Für Frauen gibt es eine Menge Gruppen und Kurse. Aber für uns Männer geht das Angebot oft nicht über Kneipenrunden und Skatabende hinaus.“ Seit kurzem ist er Mitglied der zehnköpfigen Herrenrunde, die sich Woche für Woche montags um 14 Uhr im Begegnungszentrum an der Deutschen Straße trifft.

Der gemeinsame Gedankenaustausch und die Planung von Aktionen stehen bei den Treffen stets auf dem Tagesplan. Die Moderation übernimmt dabei Ulrich Kloda. Der ehemalige Pflegedirektor ist durch sein Seniorenstudium an der TU Dortmund mit dem Institut für Gerontologie in Kontakt gekommen und wurde mit der Leitung der Gruppe beauftragt. „Gesund leben und älter werden in Eving“ heißt das Projekt und richtet sich an Männer ab 50 Jahren.

„Wir sprechen vor allem kulturell Interessierte an, denn wir sind aber weder eine Selbsthilfegruppe noch ein Sportlertreff“, stellt Kloda fest. Gemeinsam haben die Senioren bereits die Stadtteilbibliothek besichtigt, die Schachtzeichen begutachtet und ihre Fertigkeiten mit dem Minigolfschläger unter Beweis gestellt. Geplant sind eine Schiffsfahrt, ein Bowlingabend und ein Ausflug zur DASA. „Wir achten darauf, dass jeder mitmachen kann“, versichert Kloda. Und so ist auch Hündin Kara immer dabei, wenn die Herrenrunde auf Tour geht. Das freut besonders deren Herrchen Klaus Doleschel, denn ohne seine Kara geht er, wie er betont, nirgendwo hin.