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Hertha BSC mistet aus - Ronny soll bleiben

Berlin (dpa) Der Kader für die kommende Zweitliga-Saison nimmt bei Hertha BSC langsam Konturen an. Fünf Spieler sind weg.

Hertha BSC mistet aus - Ronny soll bleiben

Hertha plant in der 2. Liga mit Torwart Thomas Kraft (l) und Offensivspieler Ronny. Foto: Sebastian Kahnert

Der nach dem Relegationsspiel in Düsseldorf für vier Spiele gesperrte Torhüter Thomas Kraft, der verletzte Stürmer Pierre-Michel Lasogga, Roman Hubnik und Peter Niemeyer sollen das Korsett für die kommende Saison bilden - und auch die brasilianische Offensivkraft Ronny soll dem zum Sparen verurteilten Verein erhalten bleiben. «Ronny wird in Berlin bleiben», sagte Vereins-Manager Michael Preetz der «Bild».

Am Mittwoch waren der neue Trainer Jos Luhukay und Preetz ans Aussortieren gegangen. Der Verein plane nicht mehr mit Christian Lell, der vom DFB-Sportgericht wegen sportwidrigen Verhaltens und Schiedsrichter-Beleidigung für fünf Spiele gesperrt worden war, dem für drei Spiele gesperrten Kapitän Andre Mijatovic, dem Hertha-Eigengewächs Patrick Ebert und Andreas Ottl. Zuvor war der Wechsel von Stürmer Tunay Torun zum VfB Stuttgart vermeldet worden. Als Neulinge im Gespräch sind die Ex-Herthaner Malik Fathi (Mainz 05) und Sofian Chahed (Hannover 96).

Weiter offen bleibt, wann Hertha die Entscheidung fällt, gegen die Wertung des chaotischen Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf vor die dritte Instanz zu ziehen oder nicht. Der Verein will erst die schriftliche Urteilsbegründung durch das DFB-Bundesgericht abwarten. Und das kann womöglich noch bis Mitte des Monats dauern. Aber alle Zeichen deuten darauf hin, dass sich der mit rund 35 Millionen Euro Verbindlichkeiten belastete Verein mit dem Bundesliga-Abstieg abgefunden hat. Im Gegensatz zu 27 Millionen Euro Spielerbudget in der 1. Liga müssen die Hauptstädter eine Klasse tiefer mit rund 13 Millionen Euro auskommen.

Bei Lell hatte es der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als erwiesen angesehen, dass der Berliner Verteidiger seinen Düsseldorfer Gegenspieler Assani Lukimya im chaotischen Relegations-Rückspiel angespuckt und Referee Wolfgang Stark im Anschluss an die Partie beleidigt hat. Der DFB-Kontrollausschuss hatte noch eine Sperre von sechs Spielen gegen den Herthaner gefordert.

Laut DFB-Mitteilung habe Lell die Vorwürfe nicht bestritten. Lells Anwalt Frank Rybak sagte der Nachrichtenagentur dpa auf Nachfrage aber, die Aussage vor Gericht sei «kein explizites Geständnis». Vielmehr habe der 27-Jährige den Fall «aus verfahrensökonomischen Gründen» beenden wollen, um für die kommende Saison planen zu können.

Ähnlich begründet der vom DFB bis Ende des Jahres gesperrte Lewan Kobiaschwili seine Akzeptanz des Urteils. In einem am Donnerstag auf der Vereins-Homepage veröffentlichten Interview bestritt der 34-Jährige aber erneut, Schiedsrichter Wolfgang Stark absichtlich geschlagen zu haben. Im Spielertunnel und auf einer Treppe habe es Gedränge geben. «Ich kann nicht ausschließen, dass ich dabei vor mir laufende Leute berührt habe, einer davon war der Schiedsrichter. Aber es war eben keine Absicht - und das ist mir wichtig. So habe ich das auch ausgesagt», sagte der Georgier. Mit ihm plant Hertha weiter.

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