Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Hip-Hopper "Borsig" will mitmischen

Musikalischer Fingerzeig

APLERBECK Seine erste Solo-Scheibe heißt "Die größte Schnauze Aplerbecks". "Das ist einfach so, wir Hip-Hopper sind eben manchmal ein bisschen herber in der Ausdrucksweise", so "Borsig" zu seiner Titel-Wahl.

von Von Jörg Bauerfeld

, 03.08.2010
Hip-Hopper "Borsig" will mitmischen

Hip-Hopper "Borsig".

„Borsig“ lehnt sich lässig an den Tresen in der Jugendfreizeitstätte Schüren, lächelt kurz und schiebt sich die Baseball-Kappe etwas nach hinten und grinst. „Borsig“, im bürgerlichen Leben Mark Borsig („So heiße ich wirklich“), bastelt gerade an seiner ersten Solo-CD. 12 Songs hat er schon abgemischt. Im professionell ausgestatteten Tonstudio – Im Keller der Jugendfreizeitstätte Schüren. „Das ist echt klasse hier. Und auch bezahlbar. Dazu kommt noch der Lübbi (Andreas Lübbert, hauptamtlicher Mitarbeiter der JFS) uns ganz schön puscht“, so der HipHopper, der eigentlich ein musikalischer Spätzünder ist. Erst vor circa vier Jahren hat der 25-Jährige mit der Musik begonnen, „ich hatte vorher keine Aufnahmemöglichkeit“, so „Borsig“, der seine Texte selber schreibt. „Kein vernünftiger Computer, nicht genügend Kohle, wie soll das gehen?“. 

HipHop habe er eh immer gehört. Englische oder französische Texte. „Wenn Deutsch, dann nur aus der lokalen Szene“. Und die will der Hobby-Musiker mit Maurerlehre am Liebsten kräftig aufmischen. „Natürlich geht der Job vor. Schließlich muss ich ja Geld verdienen, für Miete und so.“ Aber gegen ein bisschen Erfolg hätte „Borsig“ auch nichts einzuwenden. Dabei ist er in der Szene durchaus bekannt. Als Mitglied der „KamOnBikitz“ oder der „D.B.A.P. – Die Bengel aus‘m Pott“.

Mit den Jungs nahm er auch schon die ersten Scheiben auf, hatte zahlreiche Live-Auftritte. Jetzt, Solo, sieht die Welt schon anders aus. „Das ist schon krass. Aber ich kann das machen, was mir am besten gefällt, muss keine Kompromisse eingehen“, so „Borsig“, der in seinen Stücken aus seinem Leben berichtet, über Gott und die Liebe singt. Und über seine Kumpel, die ihm immer ein Wort wert sind. Auch wenn sie mit einem Handy-Anruf beim Pressegespräch stören. „Ey Digger, kann nicht, bin gerade beim Interview.“ Seinen ersten Solo-Auftritt hat „Borsig“ im Übrigen am 18. September im FZW.