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Hiroshima gedenkt Atombombenabwurfs vor 63 Jahren

Hiroshima (dpa) Die japanische Stadt Hiroshima hat am Mittwoch mit einer Schweigeminute und dem traditionellen Schlagen der Friedensglocke des Atombombenabwurfs vor 63 Jahren gedacht.

Hiroshima gedenkt Atombombenabwurfs vor 63 Jahren

Besucher informieren sich am «Atomic Bomb Dome» über den Atombombenabwurf in Hiroshima.

Hiroshimas Bürgermeister Tadatoshi Akiba betonte nach japanischen Medienangaben in seinem Friedensappell, die menschliche Rasse habe keine Zukunft, wenn die Atomwaffen nicht abgeschafft würden. Er rief die Regierung in Tokio dazu auf, eine Führungsrolle im Kampf für eine weltweite Ächtung von Kernwaffen zu übernehmen.

Rund 45 000 Menschen versammelten sich zu einer Schweigeminute um 8.15 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als die Amerikaner im Jahr 1945 die erste im Krieg eingesetzte Atombombe über der westjapanischen Stadt abwarfen. Schätzungsweise 140 000 Menschen starben binnen weniger Monate. Auch Jahrzehnte nach dem Atombombenabwurf sterben jährlich noch Tausende an den Spätfolgen der atomaren Strahlung wie Leukämie oder anderen Formen von Krebs. Inzwischen hat sich die Zahl der Opfer offiziell auf mehr als 258 000 erhöht.

An der Gedenkveranstaltung nahmen auch Japans Ministerpräsident Yasuo Fukuda und Repräsentanten aus 55 Ländern teil. Erstmals war auch China vertreten. Fukuda sagte, Japan werde die Bestrebungen der internationalen Gemeinschaft zur Abschaffung von Atomwaffen anführen. Tokio werde an seiner Politik gegen die Herstellung und den Besitz von Atomwaffen festhalten. Japan werde auch weiter keine Kernwaffen auf seinem Staatsgebiet dulden. Er versprach Unterstützungszahlungen für die überlebenden Opfer des Atombombenabwurfs zu erhöhen.

In einer vom UN-Abrüstungsbeauftragten Sergio de Queiroz Duarte verlesen Botschaft betonte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, er wolle weiter an der Schaffung einer «friedlichen und sicheren Welt ohne Atomwaffen» arbeiten.

Hiroshimas Bürgermeister Akiba kündigte eine wissenschaftliche Studie über die Aus- und Nachwirkungen auf die überlebenden Opfer des Angriffs und die anderen Einwohner der Stadt an. Die auf zwei Jahre angelegte Untersuchung soll laut Akiba ein Bild über die Schäden zeichnen, die der Atombombenabwurf den Menschen körperlich und in ihrer Gemütsverfassung zugefügt habe. Eine solche Studie habe es in den mehr als sechs Jahrzehnten nach dem Ereignis noch nicht gegeben. Bei einer ersten Erhebung würden 35 000 Menschen befragt.

Am 9. August warfen die Amerikaner über der Stadt Nagasaki eine zweiten Atombombe ab. Dadurch starben etwa etwa 70 000 Menschen. Kurz darauf kapitulierte Japan.

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