Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Historiker Martin Sabrow erhält Golo-Mann-Preis

Lübeck/Berlin. Der Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam hat eine Biografie über die Jugend des späteren DDR-Staatsratsvorsitzenden verfasst. Ihm sei ein „grandios geschriebenes Lebensbild“ gelungen, urtilte die Jury.

Historiker Martin Sabrow erhält Golo-Mann-Preis

Der Potsdamer Historiker Prof. Martin Sabrow Foto: Ralf Hirschberger

Der Historiker Martin Sabrow erhält den mit 15 000 Euro dotierten Golo-Mann-Preis für Geschichtsschreibung.

Der Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam werde für seine Biografie „Erich Honecker. Das Leben davor 1912-1945“ über die Jugend des späteren DDR-Staatsratsvorsitzenden geehrt, teilte die Golo-Mann-Gesellschaft am Freitag in Lübeck mit.

„Sabrow gelingt nicht nur ein grandios geschriebenes Lebensbild des Saarländischen Nachwuchskommunisten, sondern auch eine faszinierende Fallstudie über einen deutschen Jugendlichen im Bannkreis von Faschismus und Stalinismus“, heißt es in der Jury-Begründung.

Das Buch erschien 2016 im Verlag C.H. Beck. Der Preis wird am 2. Dezember im Deutschen Historischen Museum in Berlin überreicht.

Der Golo-Mann-Preis wird seit 2013 alle zwei Jahre verliehen - an Autoren, „die in einem oder mehreren Werken eine erzählende, den Leser gewinnende und literarischen Ansprüchen genügende Geschichtsschreibung vorgelegt haben, die sich zugleich auf der Höhe des wissenschaftlichen Forschungsstands bewegt“. Bisherige Preisträger sind Volker Reinhardt (2013) und Werner Dalheim (2015).

Benannt ist der Preis nach dem Historiker Golo Mann (1909-1994, „Wallenstein“), einem Sohn des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. Die Golo-Mann-Gesellschaft hat ihren Sitz im Buddenbrookhaus in Lübeck. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen ermöglicht die Preisvergabe. Sprecher der Jury ist der Heidelberger Zeithistoriker Edgar Wolfrum.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Buch im Gespräch

Frühe Schuld: Lemaitres „Drei Tage und ein Leben“

Berlin. Ein kleiner Junge verschwindet spurlos. Nur der zwölfjährige Antoine weiß, dass er ihn auf dem Gewissen hat. Fortan wird sein Leben zu einem Versteckspiel. Ein erstklassig komponierter Psychothriller.mehr...

Buch

Bachmann-Biografie: Detektivisch gegen Mythen

Frankfurt/Main. Die Opfer- und andere Mythen um Ingeborg Bachmann hat sich Ina Hartwig als Biografin vorgeknöpft. Sie zeichnet ein vielfältig buntes Bild der Schriftstellerin und scheut mitunter auch Klatsch nicht. Zu Bachmanns Feuertod im Bett hat sie detektivisch recherchiert.mehr...

Buch im Gespräch

Bernhard Schlinks neuer Roman „Olga“

Berlin. Eine Frau, die durch alle Schrecken des vorigen Jahrhunderts an ihrer großen Liebe festhält: Bernhard Schlink, Autor des „Vorlesers“, hat einen neuen Roman geschrieben.mehr...

Buch

Arno Geigers berührender Kriegsroman

Berlin. Ein Soldat flieht vor dem Krieg. Eine junge Mutter sucht Geborgenheit. Wie soll man überleben? Die Welt bricht auseinander, und das Kriegsjahr 1944 will einfach nicht zu Ende gehen.mehr...