Historisches Tief der NRW-Sozialdemokraten

SPD stürzt in NRW auf 24 Prozent ab

Die nordrhein-westfälische SPD ist Trendbarometer des Forsa-Instituts auf ihren historisch schlechtesten Wert abgestürzt. Bei einer Landtagswahl kämen die Sozialdemokraten nur noch auf 24 Prozent.

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NRW

, 26.02.2018, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Landesvorsitzende der SPD, Michael Groschek

Der Landesvorsitzende der SPD, Michael Groschek © picture alliance / Marcel Kusch/

Das sind rund sieben Prozentpunkte weniger als bei der Wahl im Mai 2017 (31,2 Prozent), wie aus der am Montag veröffentlichten Umfrage im Auftrag der RTL-Mediengruppe hervorgeht. Und zum vergleich: 1985 hatte die SPD mit 52,1 Prozent in NRW ihren Höhepunkt erreicht, 1990 waren es noch 50 Prozent und selbst 2012 kamen die Sozialdemokraten noch auf 39,1 Prozent.

Auch bei einer Bundestagswahl würde die NRW-SPD noch einmal kräftig Federn lassen und von 26 auf 21 Prozent fallen. Bundesweit ist die SPD sogar schon unter die 20-Prozent-Marke gerutscht und käme im Bund derzeit laut Umfragen nur noch auf 15,5 bis 18 Prozent.

In NRW fehlt ein Zugpferd

Einen der Gründe für den Absturz der NRW-SPD sieht Peter Matuschek von Forsa darin, dass die Partei anders als etwa Niedersachsen, wo Ministerpräsident Stephan Weil die SPD nach oben ziehe, kein Zugpferd mehr habe. Seit der Wahlniederlage und dem Abgang von Hannelore Kraft gebe es auf Landesebene in NRW „ein gewisses Vakuum“.

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Die NRW-CDU würde sowohl bei einer Bundestags- als auch bei einer Landtagswahl leicht auf 34 Prozent zulegen und bliebe weiter klar stärkste Kraft. Die Grünen könnten bei beiden Wahlen in NRW kräftige Gewinne einfahren und sich auf 10 bis 11 Prozent verbessern.

Die Linke, die bei der Landtagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war, käme jetzt auf sieben Prozent. Die FDP als Regierungspartner der CDU würde bei einer Landtagswahl leicht um 0,6 Punkte auf 12 Prozent absinken. Die AfD käme mit leichten Verlusten auf sieben Prozent.

Mit Material von dpa