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Hochhaus soll Neubau weichen

Abriss

Dem Gesundheitscampus bricht ein zentraler baulicher Eckpfeiler weg. Das Hochhaus West soll abgerissen werden. Beunruhigt sind deshalb weder Stadtverwaltung noch Strategiezentrum. Sie sehen zusätzliche Chancen.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 01.10.2011
Hochhaus soll Neubau weichen

Ob das Hochhaus West der Ruhr Universität saniert oder abgerissen wird, ist noch nicht entschieden. Vieles deutet aber derzeit auf einen Neubau hin.

„Es geht ausschließlich um die Bauform“, sagt Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch. Er ist fest davon überzeugt, dass das Land im Gesundheitscampus weiterhin eine Reihe von gesundheitstechnischen Einrichtungen wie das in Münster angesiedelte Krebsregister oder EDV-Dienstleistungen konzentriert. Dafür sei das vor mehr als 40 Jahren gebaute Hochhaus West keine zwingende Voraussetzung.

Eine Einschätzung, die Helmut Heitkamp vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) teilt. Der Dortmunder Niederlassungsleiter erklärt, warum es überhaupt Diskussionen um das Hochhaus gibt. Bei Detailuntersuchungen sei festgestellt worden, dass die Traglast der Decken nicht so sei wie erhofft. „Das schränkt die Nutzbarkeiten ein.“ Heitkamp liefert die Gründe dafür gleich nach. Ursprünglich sei das Gebäude als Schwesternwohnheim für ein Universitätsklinikum geplant und gebaut worden. Weil man sich dann in Bochum für eine dezentrale Lösung entschieden habe, sei das Hochhaus von der RUB für andere Zwecke genutzt worden. Bis heute. Als eine der letzten Gruppen haben die RUB-Sportler hier ihr Domizil. Anfang kommenden Jahres ziehen auch sie aus.

Neben der Traglast bereitet auch der Brandschutz den Experten Sorgen. Dazu kommen weitere Probleme, die Helmut Heitkamp nicht im Detail aufzählen mag. Ebenso hält er sich mit konkreten Aussagen zum finanziellen Aufwand für eine Sanierung zurück. Alle Argumente habe nach Informationen von Stephan Pohlkamp vom Strategiezentrum dazu geführt, dass an gleicher Stelle ein Neubau kommt. „Die Entscheidung ist definitiv.“ Ein Problem sieht er in dem Votum nicht. Eher eine positive Entwicklung.

Völlig unabhängig von dieser Baustelle treibt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb den Neubau der Hochschule für Gesundheit (hsg) konsequent voran. Helmut Heitkamp sagt, dass die konkrete Entwurfsplanung in der Endabstimmung ist. Zum Bauprogramm gehören auch große Räume wie Hörsäle und eine Mensa, die neben der Hochschule auch andere Einrichtungen im Campus nutzen können. Derzeit muss die hsg mit Provisorien leben. So hat sie etwa Räume in einem Autohaus gemietet.Mit dem Neubau im Gesundheitscampus verfügt sie über lichtdurchflutete und an den Notwendigkeiten orientierten Räumen. Gleiches gilt vielleicht auch für die Landeseinrichtungen – wo es jetzt auch einen Neubau gibt.