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Höhlenmalerei vor Besiedlung Europas erfunden

Madrid (dpa) Der moderne Mensch hat bereits Höhlen bemalt, bevor er aus Afrika nach Europa gekommen ist. Wissenschaftler fanden in Spanien heraus, dass der Brauch zur Bemalung von Höhlenwänden auf dem europäischen Kontinent vor wenigstens 40 000 Jahren begann.

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Hände in der spanischen Höhle El Castillo. Foto: Rodrigo De Balbin Behrmann

Pferde in der nordspanischen Höhle Tito Bustillo (Asturien). Foto: Rodrigo De Balbin Behrmann

Dies sei ungefähr die Zeit gewesen, in der in Westeuropa die Besiedlung durch den Homo sapiens eingesetzt habe, betonte das Forscherteam um den britischen Archäologen und Anthropologen Alistair Pike von der University of Bristol.

Das lege den Schluss nahe, dass die Höhlenmalerei schon vor der Besiedlung Europas zu den kulturellen Errungenschaften des Menschen gehört habe, schreiben die Wissenschaftler in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift «Science». Allerdings sei nicht völlig auszuschließen, dass die Neandertaler, die bei der Ankunft des Homo sapiens in Nordspanien gelebt hatten, in irgendeiner Form an der Entstehung der Malereien beteiligt gewesen waren.

Die Wissenschaftler hatten Wandmalereien in elf Höhlen an der nordspanischen Atlantikküste untersucht. Um herauszufinden, wann die Malereien entstanden waren, ermittelten sie das Alter der Kalkablagerungen, die sich darauf gebildet hatten. Bei der Darstellung einer roten Scheibe stellten die Wissenschaftler fest, dass die Kalkschicht 40 800 Jahre alt ist. Dies bedeute, dass dies auch das Mindestalter der Höhlenmalerei sein müsse, da der Kalk sich erst nach der Fertigstellung des Bildnisses auf die Farbe gelegt habe.

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