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Hoeneß befürchtet keinen Berliner «Höhenrausch»

Bochum (dpa) - Der erfolgreichste Saisonstart von Hertha BSC seit acht Jahren weckt im Umfeld Begehrlichkeiten, doch die Berliner wollen ihre Ziele nicht nach oben korrigiert.

Hoeneß befürchtet keinen Berliner «Höhenrausch»

Herthas Raffael jubelt über seinen Treffer zum 1:0.

«Wir haben ein sehr ehrgeiziges Saisonziel, wir wollen am Ende auf Platz vier oder fünf stehen und in den UEFA-Cup kommen. Das ist schon anspruchsvoll genug», sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß nach dem 3:2 (3:0)-Erfolg der Hertha beim VfL Bochum. Nach nunmehr drei Siegen in Serie hat Berlin als Tabellenvierter der Fußball-Bundesliga nur vier Punkte Rückstand zur Spitze.

Das Thema Meisterschaft, das immer wieder in der Hauptstadt nach Erfolgen auftaucht, bleibt dennoch tabu. «Das interessiert mich einfach nicht», sagte Hertha-Coach Lucien Favre genervt. «Wir selbst bringen das Thema ja nie auf, sondern werden immer darauf angesprochen», meinte Hoeneß. Erst mittelfristig will Berlin «um die Champions-League-Plätze und dann auch um die Meisterschaft mitspielen», meinte der der Manager.

Dass diese Vorgabe erfüllt werden kann, daran hat der Hertha-Boss keine Zweifel. Denn schon der jetzige Erfolg sei keine Momentaufnahme, sondern geplant. «Die Mannschaft hat Struktur, und der Trainer erfüllt meine Erwartungen, der vorgegebene Prozess geht also in die richtige Richtung», lobte Hoeneß, der im Winter noch einen Linksverteidiger verpflichten will. «Mal schauen, wer in unser Konzept passt.»

Die Gefahr, sich in einen «Höhenrausch» zu steigern, sieht der Manager bei seinen Spielern nicht. Das Spiel gegen Bochum «hatte Symbolcharakter, in der Bundesliga kann man sich nie ausruhen.» Gegen den seit zehn Spielen sieglosen und wieder abstiegsbedrohten VfL hätte Berlin fast noch die 3:0-Führung verschenkt. Nach einer starken ersten Hälfte, die Raffael (25.), Gojko Kacar (33.) und Cicero (39.) mit ihren Treffern krönten, schaltete Hertha in Halbzeit zwei eine Gang zurück und geriet nach den Anschlusstoren von Stansilav Sestak (50.) und Marcin Mieciel (74.) vor 18 248 Zuschauern im Bochumer Stadion noch mächtig unter Druck. «Da haben wir die Konzentration verloren und vergessen Fußball zu spielen», monierte Trainer Favre, der Stürmer Marko Pantelic bei dessen 100. Ligaspiel 80 Minuten auf der Ersatzbank schmoren ließ.

Von den «Sorgen» der Herthaner kann Bochum nur träumen. Seit dem 4. Spieltag (2:0 gegen Bielefeld) hat der VfL nicht mehr gewonnen und als Tabellen-16. mit nur einem Sieg in 14 Spielen wieder mitten drin im Abstiegskampf. Und Trainer Marcel Koller war angesichts einer desolaten Vorstellung seines Teams in der ersten Hälfte gegen Berlin restlos bedient. Auch die spätere Aufholjagd konnte ihn nicht beruhigen, weil «auch das schlussendlich wieder nichts gebracht hat.»

Die VfL-Spieler sprechen im Zusammenhang mit den vielen vergebenen Torchancen gern mal von dem «fehlende Quäntchen Glück», doch Bochums Sportvorstand Thomas Ernst fand deutliche Worte. «Wir haben heute und in den letzten Wochen einfach zu viele Chancen liegen gelassen. Das hat auch was mit Qualität zu tun», sagte Ernst und forderte: «Jetzt müssen wir bis Weihnachten sechs Punkte holen.»

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