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"Hör.de": Bilder und Töne zur Industriegeschichte gesucht

Aktion

Für den Stadtteil-Soundtrack zu "Hör.de - ein Stadtteil macht Musik" suchen die Veranstalter Bilder und Töne als Erinnerung an die Industriegeschichte. Entsprechende Stücke können von Bürgern eingereicht werden. Sie werden bei so manchem Zeitzeugen sicher für Gänsehaut sorgen.

HÖRDE

von Von Thilo Kortmann

, 01.06.2012
"Hör.de": Bilder und Töne zur Industriegeschichte gesucht

Freuen sich auf die Veranstaltung: Bernhard Finkeldei, Sybille Hassinger, Willi Garth und Richard Ortmann (v.l.).

Am Samstag (2.6.) und Sonntag (3.6.) heißt es „Hör.de – ein Stadtteil macht Musik“. Für den Stadtteil-Soundtrack sollen aber nicht nur die Künstler sorgen, sondern auch die Bürger. Dazu werden Erinnerungen gesucht! Aber keine Andenken an die Meisterschaft oder das letzte Familientreffen! Gesucht werden Erinnerungen an die Industriegeschichte des Stadtteils, egal ob in bildlicher oder klanglicher Form. An denen ist Richard Ortmann, der auch „das Klang-Archiv des Ruhrgebiets“ genannt wird, interessiert.Über 4000 Minuten Ruhrpott-Töne In Kooperation mit dem Hörder Heimatverein möchte der Archivar die bildlichen und klanglichen Erinnerungsstücke in einer Live-Performance ans Tageslicht bringen.  Dafür wird Ortmann auch Beispiele aus seinem üppigen Ton-Archiv nutzen. Bislang hat der Dortmunder über 4000 Minuten an Ruhrpott-Tönen gesammelt. „Davon sind 2000 Minuten aus Dortmund, insbesondere über Hoesch und den Strukturwandel“, so Ortmann.  Klänge, die sicherlich bei so manchem Zeitzeugen für Gänsehaut sorgen werden: O-Töne aus den Arbeitsprozessen, wie die letzte Einfahrt in die Zeche oder von den spektakulären Sprengungen, die das Ende der Stahlzeit einläuteten.

 Zum anderen wird Ortmann von den Musikern Michael Berecki und Martin Meier unterstützt, um die geplante Bildcollage zum Montanstandort Hörde mit traditionellen und elektronischen Instrumenten zu begleiten.Außerdem wird der Fotograf und ehemalige Hoeschianer Ralf Neuhaus bislang kaum bekannte Eindrücke aus der „verbotenen Stadt“, dem Hoesch-Werk präsentieren.

 Ort der Aktionen ist das Museum in der Hörder Burg. „Unser Raum zur Hoesch-Werksgeschichte eignet sich dafür wunderbar“, sagt Willi Garth, 1. Vorsitzender des Heimatvereins. Alle Hörder können ihre Erinnerungsstücke in Bild und Ton am 2. Juni ab 15 Uhr und am 3. Juni ab 14.30 Uhr mitbringen. Die Performances sind an beiden Tagen um 17.30 Uhr in der Hörder Burg. Die Mitbringsel gehen nach der Performance wieder zurück an ihre Besitzer.