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Hoffenheim-Märchen geht weiter: 3:0 in Cottbus

Cottbus (dpa) 1899 Hoffenheim hat auch in der höchsten deutschen Spielklasse das erste Achtungszeichen gesetzt. Der Aufsteiger aus der 3300-Einwohner-Gemeinde nahe Heidelberg gewann zum Auftakt der neuen Saison in der Bundesliga bei Energie Cottbus ungefährdet mit 3:0 (1:0).

Hoffenheim-Märchen geht weiter: 3:0 in Cottbus

Hoffenheims Mittelfeldspieler Tobias Weis (r.) im Kampf um den Ball mit Daniel Ziebig.

Der «Dorfclub» führt damit gemeinsam mit Schalke gleich die Tabelle an. «Vor allem mit der Spielweise war ich sehr zufrieden», betonte Ralf Rangnick, der 32 Monate nach seinem Abschied von Schalke 04 wieder einen Erstliga-Sieg feiern konnte. «Ich bin damals direkt von der Champions League in die 3. Liga gegangen, um jetzt genau solche Spiele zu machen. Das ist eine in Deutschland einmalige Geschichte», sagte Rangnick.

Die Treffer für die mutig aufspielenden Gäste erzielten Vedad Ibisevic (16., 76. Minute) und Demba Ba (54.). Auch ohne den verletzten Neuzugang Wellington und den bei den Olympischen Spielen weilenden Chinedu Obasi schoss sich der Neuling direkt an die Tabellenspitze. «Wir können es schon richtig einschätzen, dass wir der einzige richtige Neuling sind», erklärte Rangnick. Sein Kollege Bojan Prasnikar weiß schon nach einem Spiel wieder, dass es eine ganz schwere Spielzeit wird: «Wir haben nicht unser Gesicht gezeigt. Keine Bewegung, keine Aggressivität, viel zu langsam.»

Das Märchen ging für die Hoffenheimer, die dank der Millionen von Mäzen Dietmar Hopp von den Niederungen des Amateur-Fußballs bis in die Beletage aufgestiegen sind, auch in den allerersten Bundesliga- Minuten gleich weiter. Die junge Truppe mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren spielte in Cottbus munter mit, bewies bei Regenwetter und rutschigem Rasen ihr technisches und taktisches Geschick. Und als Neuzugang Andreas Beck - der Junioren-Nationalspieler war vom VfB Stuttgart gekommen - auf Ba flankte, leitete der Senegalese per Kopf zu Ibisevic weiter, der aus fünf Metern traf. Der am Ende zweifache Torschütze hatte schon beim 1:0 im DFB-Pokal in Chemnitz die Entscheidung erzwungen.

Die Gastgeber wirkten im durch die neue Südtribüne nun geschlossenen Stadion der Freundschaft geschockt und vor allem gedanklich viel zu langsam. Vom bekannten Energie-Feuer, das zuletzt fünf Heimsiege in Serie und den vierten Erstliga-Verbleib beschert hatte, fehlte jede Spur. «Wir sind zu überheblich und arrogant ins Spiel gegangen», wetterte Energie-Torhüter Gerhard Tremmel. Trotz der Erfahrung von durchschnittlich 28,7 Jahren in der Startelf konnten die Cottbuser den Neuling nie in Verlegenheit bringen. Im Gegenteil: Die klar besseren Chancen hatten die Gäste.

Einem Cottbuser Treffer durch Dennis Sörensen versagte Schiedsrichter Guido Winkmann aus Kerken in seinem ersten Bundesliga- Spiel wegen Torwart-Behinderung die Anerkennung. Cottbus reagierte wütend: Hoffenheims Schwede Per Nilsson musste mit Verdacht auch Jochbeinbruch raus, als er im Zweikampf mit Mariusz Kukielka vom Ellenbogen des Polen getroffen wurde. Dimitar Rangelow (57.) und Ervin Skela (61.) vergaben beste Freistoß-Chancen. Auf der Gegenseite machte der agile Ba nach einem Pass von Ibisevic alles klar, als er Igor Mitreski narrte und einschob. Und der Bosnier Ibisevic verlängerte schließlich einen Schuss von Selim Teber zum 3:0.

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