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Hoffenheim thront an der Spitze - Köln nur Remis

Düsseldorf (dpa) Aufsteiger 1899 Hoffenheim thront an der Spitze der Fußball-Bundesliga, bei den übrigen Clubs mischt sich viel Licht mit reichlich Schatten.

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Der Kölner Petit (l) bremst den Ball vor den Frankfurtern Chris und Toski (r).

Wolfsburgs Schäfer (m) wird von den Bochumern Freier (l) und Azaouagh (r) bedrängt.

Die Hoffenheimer Spieler tanzen nach dem Treffer zum 1:0.

Schiedsrichter Herbert Fandel (r) zeigt dem Münchner Marc van Bommel die Rote Karte.

Stuttgarts Torhüter Lehmann erfrischt sich mit einem Schluck aus der Trinkflasche.

Der Hamburger Jonathan Pitroipa (l) kämpft mit Maik Franz vom KSC um den Ball.

Der Bremer Daniel Jensen (r) am Ball vor dem Schalker Halil Altintop.

Die Leverkusener Spieler feiern Torschütze Patrick Hilmes (r).

Der Bremer Frank Baumann (l) im Zweikampf mit dem Schalker Kevin Kuranyi.

Der Stuttgarter Ricardo Osorio (r) erreicht den Ball Leverkusens Constant Djakpa.

Der Stuttgarter Ricardo Osorio (r) erreicht den Ball Leverkusens Constant Djakpa.

Titelverteidiger FC Bayern München konnte trotz eines frühen Feldverweises von Mark van Bommel in Unterzahl bei Borussia Dortmund noch ein 1:1 retten und damit den drohenden Fehlstart in die Saison verhindern. Im zweiten Top-Spiel kam Schalke 04 durch ein spätes Tor von Heiko Westermann bei Werder Bremen zum selben Ergebnis und setzte sich mit vier Punkten oben fest. «Wir wollten in Dortmund gewinnen. Jetzt ist es ein Punkt, und wir müssen nächste Woche mit einem Dreier richtig loslegen», sagte Bayern-Coach Jürgen Klinsmann zur mäßigen Ausbeute nach zwei Spieltagen.

Eine Niederlage vermied der VfL Wolfsburg, der durch Tore von Ricardo Costa und Mahir Saglik einen 0:2-Rückstand beim VfL Bochum zum 2:2 ausgleichen konnte. Die Bochumer, für die Stanislav Sestak und Christoph Dabrowski erfolgreich waren, verpassten ihren ersten Saisonsieg. Das galt auch für Aufsteiger 1. FC Köln, der sich im zweiten Sonntagsspiel mit 1:1 von Eintracht Frankfurt trennte. Die Kölner Führung durch Millivoje Novakovic egalisierte Martin Fenin.

Ein Aussetzer von Mark van Bommel, der nach einen Foul an Sebastian Kehl und einem Schlag gegen den Kopf von Tamas Hajnal innerhalb von drei Minuten «Gelb-Rot» sah, hätte dem Titelfavoriten FC Bayern fast den kompletten Fehlstart beschert. Doch in der zweiten Halbzeit verließ die anfangs stark auftrumpfenden BVB-Profis bei Jürgen Klopps Bundesliga-Heimpremiere vor 80 552 Fans trotz Überzahl der Mut. Der eingewechselte Tim Borowski (75.) verhinderte, dass in München Unruhe entsteht. Manager Uli Hoeneß hatte ohnehin mit einem «Holperstart» gerechnet und war am Ende zufrieden mit dem Punkt. «Wenn wir jetzt schon vorn wären, wäre es doch langweilig.» Wie die Bayern mit ihrem «Wiederholungstäter» umgehen, der zum dritten Mal in zehn Bundesliga-Spielen vom Platz musste, ist noch offen. Klinsmann mochte den von ihm zum Kapitän bestimmten Profi nicht an den Pranger stellen. «Mark ist in keinster Weise ein Problem.»

Vor dem Rückspiel in der Champions-League-Ausscheidung am Mittwoch bei Atlético Madrid haben die stark ersatzgeschwächten Schalker mit dem 1:1 an der Weser Selbstvertrauen getankt. «Wenn die Spanier gesehen haben, wie wir in Bremen aufgetreten sind, werden sie Respekt vor uns haben», glaubt Westermann, dem fünf Minuten vor Schluss der verdiente Ausgleich gelang. Das starke Debüt von Claudio Pizarro sieben Jahre nach seinem Weggang aus Bremen macht Werder aber Mut für die Zukunft. «Wir haben gesehen, was für ein großartiger Fußballer er ist», sagte Trainer Thomas Schaaf. Ähnlich positiv verliefen die Debüts von Mohamed Zidan (Dortmund) und Mladen Petric (Hamburger SV) bei ihren neuen Arbeitgebern.

Noch ohne Zähler ist Borussia Mönchengladbach nach dem 0:1 im Aufsteiger-Duell gegen die Hoffenheimer, die ihr erstes Bundesliga- Heimspiel vor 26 300 Fans im Mannheimer Carl-Benz-Stadion austrugen. Doch auch Trainer Ralf Rangnick ist klar, dass noch schwerere Spiele kommen. «Ein Superstart mit einem schönen Tabellenbild, auch wenn's nur eine Momentaufnahme ist. Aber wir sind nicht so naiv zu glauben, dass das jetzt so weiter geht», sagte Erfolgstrainer Ralf Rangnick.

Nach seinem «Doppelpack» beim 3:0 in Cottbus setzte sich 1899- Stürmer Vedad Ibisevic mit seinem dritten Saisontreffer an die Spitze der Torjägerliste und bescherte dem Dorf-Club einen Traumstart in der Eliteliga. Ebenso oft traf Artur Wichniarek, dessen 1:1 bei seinem Ex-Club Hertha BSC den Arminen aus Bielefeld den 2. Punkt bescherte.

Strahlende Sieger zum Auftakt, traurige Besiegte am 2. Spieltag - das gilt für den VfB Stuttgart mit Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann wie für den Karlsruher SC. Die Badener unterlagen dem HSV allerdings erst nach großem Kampf durch das Siegtor von Joris Mathijsen in der 90. Minute mit 1:2. «Wir hätten einen Punkt verdient gehabt», ärgerte sich KSC-Coach Edmund Becker. Manager Rolf Dohmen meinte sogar: «Das war brutal für die Mannschaft, bitterer als das 0:7 letzte Saison.»

Im Beisein von Bundestrainer Joachim Löw patzte Lehmann beim ersten Gegentor durch den überragenden Bayer-Stürmer Patrick Helmes. Doch daran wollte der VfB die 0:2-Heimniederlage gegen Leverkusen nicht festmachen. «Der Ball muss vorher geklärt werden. Jens hat die gewohnte Ruhe ausgestrahlt. An ihm lag es am allerwenigsten», meinte Trainer Armin Veh. Sein Kollege und Bundesliga-Novize Bruno Labbadia freute sich nach dem unglücklichen 2:3 gegen den BVB zum Auftakt über =den ersten Dreier. «Das war ein wichtiger Schritt. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns.» Das gilt auch für Hannover 96 und den FC Energie Cottbus nach deren trostloser Nullnummer am Freitagabend.

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