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Hohenbuschei: BUND kritisiert Flächennutzungspläne

BRACKEL Noch gibt es viel zu tun auf dem Hohenbuschei-Gelände. Doch schwarz auf weiß ist schon fast alles fertig. Mit den Flächennutzungsplänen geht der Naturschutzverband BUND allerdings nicht konform. Dem kommt der Naturschutz im Gebiet Buschei viel zu kurz.

von Von Arne Niehörster

, 21.08.2008
Hohenbuschei: BUND kritisiert Flächennutzungspläne

Die Hohenbuschei-Pläne passen dem BUND nicht.

Und der BUND beruft sich bei der Kritik auf den Beschluss des Beirates der Unteren Landschaftsbehörde Thomas Quittek zieht dazu stellvertretend für den Naturschutzbund auch den Umweltplan Dortmund, in dem „Pufferzonen im Umfeld von Schutzgebieten“ heran: „Wesentliche Forderungen sind nicht berücksichtigt worden. Die werden von uns aber aufrechterhalten.“ Die Forderungen findet das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt auch in ihrem Briefkasten.

Für BUND und die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) muss „nachgeplant“ werden, die Reduzierung der Wohnbaufläche im Osten sei verpflichtend wegen der unmittelbaren Nähe zum Naturschutzgebiet (NSG) Buschei. Deshalb müsse auf die geplanten Quartiere „Wohnen am Golfplatz“ und „Wohnen im Park“ verzichtet werden. Quittek weiter: „Die Entwicklung des Gesamtgeländes ist von Westen nach Osten und nicht, wie vorgesehen, von außen nach innen vorzunehmen.“ Dem BUND fehlt auch die Anbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Papieren: „Offenbar soll die gesamte verkehrliche Erschließung per motorisiertem Individualverkehr erfolgen.“  

Zuviele Bäume innerhalb des Kasernengeländes (rund 10 Hektar) seien bereits gerodet worden, weitere 45 Prozent des gesamten Bestandes solle folgen. Und keinesfalls darf der ehemalige Bundeswehrschießplatz geöffnet werden, da es sich um einen Kernbereich des NSG handelt. Dafür fehle noch die komplette Einzäunung. Und auch für den Golfplatz im Bereich der Teiche. Die Sportler können das NSG noch betreten, der Platz sei über das genehmigte Maß ausgeweitet worden. Quittek: „Ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Betreiber läuft.“

  • Reduzierung der Baufläche um die beiden östlichen Baufelder (50 Meter Mindestabstand zum Wald).
  • bauliche Entwicklung von Westen nach Osten und weitere Regenrückhaltung auf dem Gelände des Bebauungsplanes.
  • Ausweitung und Arrondierung des Naturschutzgebietes (NSG) nach Südosten.
  • dauerhafter Erhalt des vorhandenen Zaunes auch im Bereich des ehemaligen Bundeswehrschießplatzes.
  • kein Rad- und Fußweg sowie Entsiegelung und Übererdung auf der Panzerstraße innerhalb des NSG.