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Hohlräume im künftigen Bauland entdeckt

WITTEN Holt Wittens Bergbauvergangenheit die Gegenwart ein? Am Haldenweg könnte das der Fall sein. Bei Probebohrungen auf dem Baugelände stieß man in 16 Metern Tiefe auf Hohlräume.

von Von Lisa Timm

, 27.08.2008
Hohlräume im künftigen Bauland entdeckt

Auf alten Bergbaugeländen kann es zu Tagebrüchen kommen, wie im Winter auf dem Gelände des TC Schwarz-Weiß.

Im Rahmen von vorbereitenden Untersuchungen für das Bebauungsplanverfahren „219-Haldenweg“ wurde das Freigelände zwischen Haldenweg und Rübezahlstraße jetzt routinemäßig auf Altlasten und Bergbausschäden hin untersucht.

„Wir wissen, dass dort Bergbau der Zeche Helene stattgefunden hat, und es ist möglich, dass dort ein Flöz nicht ordentlich verfüllt wurde“, so Gerald Klawe, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes und Leiter der Gruppe Umweltschutz., Da nun der Anfangsverdacht besteht, hat die Stadt auch das Bergamt Recklinghausen eingeschaltet. Dort wie auch bei der Stadt wartet man nun gespannt auf die Ergebnisse des Gutachters, der die Bodenuntersuchungen vorgenommen hat.

„Je nachdem wie gravierend die Hohlräume dort sind, kann es auch sein, dass wir den Haldenweg sperren müssen“, spekuliert Klawe. Und möglicherweise müssten weitergehende Bohrungen an der Rübezahlstraße gemacht werden. Dort, wo heute Ein- und Zweifamilienhäuser stehen. Denn das Flöz verläuft unter der Straße. Klawe stellt aber klar: „Es gibt keinen Grund, die Anwohner in Panik zu versetzen. Es gibt Anfangsverdachts-Momente. Es kann überhaupt nichts dran sein, es kann aber auch sehr viel dran sein. Wir wissen es nicht. Es ist auch zu früh, um zu sagen, ob das die Planungen für die dort angedachte Nutzung zunichte macht.“

Auf dem Aschenplatz am Haldenweg soll ein neuer 1700 Quadratmeter großer Edeka mit zwei zusätzlichen Fachmärkten entstehen. Im nördlichen Teil könnten später 20 neue Wohneinheiten für Familien oder Senioren errichtet werden, sofern sich die Bergschäden nicht als zu gravierend erweisen. Beim Bergamt Recklinghausen wartet Peter Hogrebe, Dezernent bei der Bezirksregierung Arnsberg und zuständig für den Altbergbau, jetzt gespannt auf das Gutachten. Es soll zum Ende der Woche vorliegen. „Dann sehen wir weiter, ob die geplante Bebauung gefährdet ist, oder nicht.“