Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Wahlen in Frankreich

Hollandes Sozialisten erringen historische Machtfülle

Paris Die Wahlen zur Nationalversammlung haben Frankreichs Sozialisten und ihren Wahlverbundspartnern eine historische Machtfülle beschert. Sechs Wochen nach seiner Wahl errangen sie nach Angaben des Innenministeriums vom Montag 314 der 577 Sitze und damit die absolute Mehrheit.

Hollandes Sozialisten erringen historische Machtfülle

Hollande-Anhänger freuen sich über den Sieg der Sozialisten bei der Wahl zur Nationalversammlung. Foto: Yoan Valat

155 Mandate wurden von Frauen errungen, so dass ihr Anteil nun mit 26,8 Prozent einen historischen Höchststand erreicht hat. Nicht dazu gehört die frühere Partei-Ikone Ségolène Royal, die in ihrem Wahlreis einem Partei-Abweichler unterlag. Als erster sozialistischer Staatschef wird François Hollande mit Mehrheiten in beiden Kammern des Parlaments regieren können.

Enkelin von Le Pen wird jüngste Parlamentarierin Die mit der Parti Socialiste (PS) verbündeten Grünen kamen auf 17 Sitze, die linke Front de Gauche auf 10 und die rechtsextreme Front National (FN) auf zwei Mandate. Die 22-jährige Enkelin des FN-Gründers Jean-Marie Le Pen, Marion Maréchal-Le Pen, wird Frankreichs jüngste Parlamentarierin.

Die Union für eine Volksbewegung (UMP) des am 6. Mai abgewählten Präsidenten Nicolas Sarkozy stürzte mit 194 Sitzen erdrutschartig ab und wird erstmals seit 2002 wieder auf der Oppositionsbank sitzen. Einschließlich ihrer Wahlverbundspartner verlor die konservativ-rechte Partei mehr als 100 Abgeordnetensitze. Der Ex-Außenminister und UMP-Politiker Alain Juppé kündigte am Montag im TV-Sender BFM eine Grundsatzdebatte innerhalb der Partei an.

Vierte Wahl innerhalb von zwei Monaten Die Wahlbeteiligung lag bei 56,2 Prozent und damit etwa 24 Prozentpunkte unter dem Wert der Präsidentenwahl am 6. Mai. Nach den zwei Runden der Präsidentenwahl Ende April/Anfang Mai und dem ersten Parlamentswahl-Durchgang vor einer Woche war es bereits die vierte Abstimmung innerhalb von weniger als zwei Monaten.

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Politik

Venezuelas Opposition stellt Bedingungen für Dialog

Nach Monaten der Konfrontation und über 120 Toten will sich Venezuelas Präsident Maduro mit der Opposition an einen Tisch setzen. Die Regierungsgegner wittern taktische Winkelzüge und fordern zuvor einen Zeitplan für Wahlen und die Freilassung politischer Gefangener.mehr...

Politik

Risiko Wahl-Software - Grüne fordern Antworten

Berlin (dpa) Klaffende Lücken wurden vergangene Woche in einer für Wahlen oft genutzten Software entdeckt. Die Schwachstellen sollen bereits behoben sein. Aber reichen die Maßnahmen wirklich aus, um die Wahlen vor Manipulationen zu schützen? Die Grünen wollen es genau wissen.mehr...

Politik

Thailändische Militärregierung verspricht Wahlen 2018

Bangkok (dpa) Dreieinhalb Jahre nach dem jüngsten Putsch hat Thailands Militärregierung nun für November 2018 Parlamentswahlen angekündigt. Der amtierende Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha versprach in Bangkok, dass im November kommenden Jahres gewählt wird.mehr...

Politik

Kenias Opposition wirft Regierung Wahlbetrug vor

Nairobi (dpa) Die Wahlen in Kenia sind weitestgehend ruhig verlaufen - doch nun gibt es erste Proteste. Oppositionskandidat Odinga wirft seinem Konkurrenten Wahlbetrug vor. Das Wahlsystem sei zugunsten von Amtsinhaber Kenyatta manipuliert worden.mehr...

Politik

Japans Ministerpräsident Abe macht Weg für Neuwahlen frei

Tokio (dpa) Japans Regierungschef Abe will die Gunst der Stunde nutzen: Just, da seine Umfragewerte nach Skandalen dank der Nordkorea-Krise wieder gestiegen sind, ruft er Wahlen aus. Doch der Urnengang birgt Risiken.mehr...

Politik

Pakistans Ministerpräsident Sharif des Amtes enthoben

Islamabad (dpa) Lange galt er als politisches Stehaufmännchen - nun muss Pakistans Premier Sharif wegen Korruptionsvorwürfen gehen. Die Entscheidung des Obersten Gerichts trifft das Atomwaffen-Land in Zeiten der Krise.mehr...