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Holocaust-Mahnmal mit Hakenkreuzen beschmiert

Berlin (dpa) Das Berliner Holocaust-Mahnmal ist erneut mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Unbekannte brachten an sieben Stelen mit Stiften insgesamt elf Hakenkreuze in roter und schwarzer Farbe an. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur.

Holocaust-Mahnmal mit Hakenkreuzen beschmiert

Ansicht des Holocaust-Mahnmals in Berlin. Unbekannte haben mehrere Stelen mit Hakenkreuzen beschmiert.

In Berlin und Quedlinburg demonstrierten am Wochenende hunderte Menschen gegen Rechtsextremismus. In Rostock löste die Polizei in der Nacht zum Sonntag ein Konzert der rechten Szene auf. Dabei gab es Verletzte und Festnahmen.

Die Schmierereien am Holocaust-Mahnmal waren bis zu 60 mal 60 Zentimeter groß und wurden inzwischen entfernt. Wachmänner hatten die Hakenkreuze an dem Mahnmal für die ermordeten Juden Europas am Samstag bemerkt. Der Staatsschutz ermittelt. Das 2005 eröffnete Mahnmal wurde schon mehrfach mit rechtsextremen und judenfeindlichen Symbolen beschmiert. Erst vor gut einer Woche war in unmittelbarer Nähe das Berliner Mahnmal für verfolgte Homosexuelle in der NS-Zeit beschädigt worden.

Knapp 500 Menschen demonstrierten am Samstag in Berlin-Neukölln gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD. Etwa 150 NPD-Anhänger, unter ihnen der Bundesvorsitzende Udo Voigt, protestierten gegen zwei Hindu-Tempel in Neukölln. Acht Personen wurden vorübergehend festgenommen. In Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) gingen rund 250 Menschen gegen eine Versammlung der rechten Szene auf die Straße. Die Veranstaltungen blieben nach Angaben der Polizei weitgehend störungsfrei.

In Rostock löste die Polizei in der Nacht zum Sonntag ein Konzert der rechtsextremen Szene auf. Bei der folgenden Auseinandersetzung in einer leerstehenden Halle wurden elf Beamte und drei Konzertbesucher verletzt. 38 Gewalttäter aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Berlin wurden vorübergehend festgenommen. Die Polizei stellte zudem rechtsextremes Propagandamaterial sicher.

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