Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Hornbach baut Online-Geschäft aus

Frankfurt/Neustadt. Immer mehr Heimwerker kaufen ihr Werkzeug oder Bastelmaterial nicht mehr im Baumarkt, sondern ohne Beratung im Netz. Der Baumarktkonzern muss daher viel Geld in den Internethandel stecken. Denn im klassischen Handel halten sich die Deutschen zurück.

Hornbach baut Online-Geschäft aus

Im Ende Februar beendeten Geschäftsjahr hat die Hornbach-Gruppe kräftig von der Lust am Heimwerken profitiert. Foto: Uwe Anspach

Der Baumarktkonzern Hornbach baut sein Internetangebot kräftig aus, um im wachsenden Online-Handel mit Heimwerkerbedarf Schritt zu halten.

Branchenfremde Wettbewerber wie Amazon oder Ebay hätten im Netz bereits eine starke Position, sagte Unternehmenschef Albrecht Hornbach in Frankfurt. „Es ist ein bisschen ein Wettrennen.“

Im Geschäftsjahr 2017/2018 habe das Familienunternehmen aus Neustadt mehr als 60 Millionen Euro in die Online-Kanäle investiert - ein Plus von 13 Prozent binnen Jahresfrist. So habe der im SDax notierte Konzern Webshops in der Slowakei, Rumänien und Schweden eröffnet und sei nun in all seinen europäischen Märkten auch online vertreten.

Hornbach kämpft damit, dass Bastler zunehmend Bohrmaschinen oder Heckenscheren nicht mehr im Baumarkt, sondern ohne Beratung im Netz kaufen - und zwar oft nicht auf Plattformen der Baumärkte. So sicherten sich reine Online-Händler wie Amazon bei Heimwerkerbedarf im Netz schon rund 50 Prozent der Umsätze, wie jüngst eine Studie des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) zeigte. Baumärkte kamen demnach auf nur knapp 19 Prozent.

Zwar ist Online-Handel für Baumärkte bisher eher eine Nische. Hornbach etwa erzielt damit erst knapp zehn Prozent seiner Umsätze, Reservierungen im Netz und Abholen vor Ort eingerechnet. Doch der Internet-Handel legt wesentlich schneller zu als der klassische - gerade im Heimatmarkt. „In gesättigten Märkten wie Deutschland wächst der Wettbewerb mit dem Online-Handel“, sagte Hornbach. Die Investitionen in den Internetverkauf müssten dieses Jahr steigen.

Im Ende Februar beendeten Geschäftsjahr hat die Hornbach-Gruppe mit gut 19 600 Mitarbeitern kräftig von der Heimwerkerlust profitiert. Der Umsatz kletterte um gut 5 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Während der Erlös in Europa um 9 Prozent hoch sprang, wuchs er in Deutschland nur leicht um 1,5 Prozent. „Die Konkurrenz im Inland ist groß“, sagte Hornbach. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 95,7 Millionen Euro. Das waren 6,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Auftakt ins laufende Geschäftsjahr sei wegen des harten Winters schwierig gewesen, sagte Hornbach. „Der März war ein ganz, ganz schlechter Monat.“ Ein großer Anteil des Gartenmarkt-Umsatzes werde im Frühjahr erwirtschaftet. Dafür sei der April mit den wärmeren Temperaturen sehr gut gewesen.

Wachsen will der Konzern, der 156 Garten- und Baumärkte betreibt und auch mit Baustoffen handelt, etwa in Rumänien und den Niederlanden. An seinen peppigen Werbespots will die branchenweite Nummer Drei in Deutschland nach Obi und Bauhaus festhalten, wie Hornbach betonte: „Wir werden weiter dem enthusiastischen Handwerker huldigen.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

EBA: Banken unzureichend auf harten Brexit vorbereitet

London. Viele Banken sind nach Einschätzung der EU-Bankenaufsicht EBA nicht angemessen auf einen harten Brexit vorbereitet: „Die Zeit für die erforderlichen Maßnahmen wird knapp.“mehr...

Wirtschaft

Ifo-Geschäftsklima trübt sich ein

München. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni erwartungsgemäß eingetrübt. Wie das Ifo-Institut in München mitteilte, fiel der von ihm erhobene Geschäftsklimaindex um 0,5 Punkte auf 101,8 Zähler.mehr...

Wirtschaft

Borgward wagt sich zurück auf deutschen Markt

Stuttgart. Oldtimer-Fans haben ihn nie vergessen, nun soll der Name Borgward auch allen anderen deutschen Autofahrern wieder ein Begriff werden. Die Traditionsmarke versucht sich dafür an einem ungewöhnlichen Konzept.mehr...

Wirtschaft

Dax mit zweitgrößtem Tagesverlust des Jahres

Frankfurt/Main. Die negative Mischung aus internationalem Handelsstreit, politischer Unsicherheit in Deutschland und einem sehr schwachen New Yorker Aktienmarkt hat dem Dax am Montag schwer zugesetzt.mehr...