Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Hundehasser unterwegs?

VORMHOLZ Ist in Vormholz ein Hundehasser unterwegs, der vergiftete Wurst auslegt? Diesem Verdacht geht die Polizei seit Samstag nach. Heike Schröter-Heinsch fand nach einem Spaziergang mit Vierbeiner Asco am Vormholzer Ring Scheiben luftgetrockneter Mettwurst, die möglicherweise vergiftet sind.

von Von Susanne Linka

, 15.10.2007
Hundehasser unterwegs?

Asco hat glücklicherweise keine Mettwurst von der Wiese gefressen. Sein Frauchen Heike Schröter-Heinsch ist dennoch empört: Andere Hunde oder sogar Kinder könnten gefährdet sein.

Zwei kleine Mädchen hatten die Hundebesitzerin und ihre Mutter Brigitte Schröter auf die verstreut liegenden Leckerchen angesprochen. Da schrillten bei der Vormholzerin die Alarmglocken.

Erst Ende Juli hatte der Golden Retriever einer Nachbarin exakt an dieser Stelle Frikadellenstückchen gefressen und musste anschließend in einer Duisburger Tierklinik mit schwersten Vergiftungserscheinungen behandelt werden: „Rattengift“ lautete das Analyseergebnis. Offenbar hatte die Hundehalterin damals aber auf eine Anzeige verzichtet.

Doch Heike Schröter-Heinsch griff sofort zum Hörer und rief die Polizei an. Als sie den Beamten erzählte, was im Sommer passiert war, zögerten sie nicht lange, sondern sammelten die Wurstscheiben ein.

Tatort Kinderspielplatz

Offenbar waren sie systematisch rund um den Gebäudekomplex verteilt worden. Einige lagen sogar direkt neben einem Kinderspielplatz hinter dem Haus.

Die Wurst wurde zur Untersuchung eingeschickt. Die Polizei ermittelt u.a. wegen „Gemeingefährlicher Vergiftung“. „Nicht auszudenken“, sorgt sich Heike Schröter-Heinsch, „wenn Hunde oder vielleicht sogar Kinder die möglicherweise vergifteten Stückchen probiert hätten.“ Viele Tierhalter aus der Nachbarschaft seien nun beunruhigt.

Ärger über Hinterlassenschaften

Ob Hundehasser am Werke waren? Heike Schröter-Heinsch kann das nicht ausschließen. Sie selbst ärgert sich manchmal: „Es ist schon schlimm, wenn die Hundehaufen mitten auf dem Bürgersteig oder auf den Wiesen liegen.“

Bei ihren Spaziergängen mit Asco achtet sie streng darauf, dass solche Hinterlassenschaften nicht zurückbleiben. Aber: Vielleicht habe ja jemand durch solche Probleme einen Hass auf Hunde entwickelt und schere nun alle über einen Kamm.  Die Polizei sucht Zeugen, Tel. 209-3521.