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IFA-Halbzeit: Mehr als 100 000 Besucher

Berlin (dpa) - Rege Ordertätigkeit, mehr als 100 000 Besucher und ein höherer Anteil an Fachbesuchern - so lautet die Halbzeitbilanz der Veranstalter nach drei Tagen Internationaler Funkausstellung (IFA) in Berlin.

IFA-Halbzeit: Mehr als 100 000 Besucher

Die IFA-Organisatoren rechnen bis zum letzten Messetag am Mittwoch mit mehr als 200 000 Gästen.

Am Sonntag waren bei Sonnenschein erneut tausende Gäste auf dem Messegelände unterwegs, um die Neuheiten vom Fernseher bis zur Kaffeemaschine zu begutachten. Der Vize-Präsident des Branchenverbands ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie), Hans-Joachim Kamp, hob am Sonntag besonders den erneut gestiegenen Fachbesucheranteil hervor. «Die Messe ist internationaler denn je», sagte er der dpa. Die Einkäufer der Händler machen nach Messe-Angaben inzwischen die Hälfte des Publikums aus.

Der IFA-Veranstalter, die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, und der Organisator, die Messe Berlin GmbH, machten an den rund 1250 Ständen eine «rege Ordertätigkeit» aus. Messe-Sprecher Michael Hofer sagte, das Vorjahresvolumen der Bestellungen im Gesamtwert von 2,75 Milliarden Euro werde voraussichtlich übertroffen - vor allem, weil die IFA erstmals um Haushaltsgeräte erweitert wurde. «Das Konzept mit weißer Ware ist aufgegangen», sagte ZVEI-Vize Kamp, der zugleich Deutschlandchef des Elektronikkonzerns Philips ist. Auch in den Hallen mit Waschmaschinen, Mixern und Geschirrspülern werde kräftig geordert. Der Händlerverbund Euronics Deutschland zeigte sich «hoch zufrieden» mit dem neuen Segment.

Bis zum Abschluss an diesem Mittwoch rechnet die Messe mit mehr als 200 000 Besuchern. Für die Veranstalter sind besonders die Fachbesucherzahl und das Ordervolumen wichtig. Diese Daten spiegeln den Wandel der Funkausstellung von einer Besuchermesse zum Branchentreff. In den 90er-Jahren hatte die IFA noch regelmäßig mehr als 400 000 Besucher angelockt.

Aufsehen erregen in diesem Jahr erneut Flachbildfernseher mit immer dünneren Modellen. Zu einem bestimmenden Thema der IFA hat sich den Angaben zufolge das Energiesparen entwickelt. Hier wirke die IFA bewusstseinsbildend, hieß es beim ZVEI. Energiekosten waren auch das bestimmende Thema am Stand der Einkaufsgenossenschaft Euronics, wie Vorstand Benedict Kober mitteilte. Das beschränke sich nicht mehr auf Hausgeräte. «Konsumenten wollen wissen, was die neueste TV-Generation an Energie verbraucht.»

Kritisch äußerte sich die Organisatoren zum Zeitpunkt der groß angelegten Razzia von Zoll und Bundespolizei an den ersten Besuchertagen auf dem Messegelände. Mehr als 200 Beamte durchsuchten im Einsatz gegen Lizenzrechtsverstöße an zwei Tagen rund 50 Stände und beschlagnahmten fünf Lastwagenladungen voller Elektrogeräte. Dem Recht müsse zur Geltung verholfen werden, sagte Messe-Sprecher Hofer. Die Behörden hätten aus Sicht der Messe aber auch am Tag vor der Publikumsöffnung anrücken können.

Ähnliche Kontrollen hatte es schon auf den beiden vorhergehenden Funkausstellungen gegeben. Bei der bisher größten trugen die Beamten am Freitag und Samstag aus den Messehallen 170 Fernseher, 140 MP3- Spieler, 43 Autoradios und 60 DVD-Rekorder, deren Produzenten mutmaßlich die Lizenzen für die jeweilige Technologie nicht erworben hatten. Betroffen waren vor allem Hersteller aus Asien, darunter namhafte Branchengrößen aus China und Südkorea, sowie aus Nord- und Südeuropa.

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