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IG Metall: Im Marineschiffbau droht Desaster

Nach Berichten über einen möglichen Verkauf der Thyssenkrupp-Werften hat die IG Metall Küste die Bundesregierung und die Unternehmen attackiert. „Sie tragen die Verantwortung für das drohende Desaster“, sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken am Freitag in Hamburg. „Ausgelöst wurde das Ganze durch das Bundesverteidigungsministerium, das mit der europaweiten Ausschreibung des Milliardenauftrags MKS 180 das Aus des Marineschiffbaus in Deutschland billigend in Kauf nimmt.“

Hamburg/Essen

08.06.2018
IG Metall: Im Marineschiffbau droht Desaster

Ein Containerschiff ist in Kiel auf dem Werftgelände der Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW) zu sehen. Foto: Marcus Brandt/Archiv

Das „Handelsblatt“ hatte zuvor berichtet, dass sich Thyssenkrupp von seinem Überwasser-Schiffbau mit rund 1000 Beschäftigten in Emden, Hamburg und Kiel trennen wolle oder auf der Suche nach Partnern sei. Die Bundesregierung hatte vor drei Monaten Thyssenkrupp und der Bremer Lürssen-Gruppe mitgeteilt, dass sie aus dem Bieterverfahren für das Kriegsschiff MKS 180 ausgeschieden seien.

Ein Unternehmenssprecher sagte auf Anfrage in Essen, für Thyssenkrupp Marine Systems sei der Überwasser-Schiffbau ein zentrales Standbein: „Deshalb setzen wir alles daran, bei wegweisenden Schiffbauprojekten wie den Mehrzweckkampfschiffen MKS 180 unsere Leistungsfähigkeit und Erfahrung einzubringen.“ Nur so könne entscheidendes Know-how für den Überwasser-Schiffbau in Deutschland erhalten werden, den die Bundesregierung als Schlüsseltechnologie bezeichnet habe.

IG-Metall-Bezirksleiter Geiken forderte: „Von Thyssenkrupp erwarten wir eine klare und unmissverständliche Erklärung, dass der Konzern am Marineschiffbau festhält und weder Arbeitsplätze im Überwasser- und Unterwasserschiffbau in Frage stellt.“

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