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IG Metall setzt Warnstreiks fort

DÜSSELDORF Die IG Metall hat ihre Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch fortgesetzt, diesmal mit 37.000 Beteiligten. In 300 Betrieben sei vorübergehend die Arbeit niedergelegt worden, teilte die Gewerkschaft in Düsseldorf mit.

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In Dortmund gab es gestern Vormittag Proteste in der Innenstadt.

Berthold Huber, der Vorsitzende der Gewerkschaft IG-Metall.

Seit Montag hätten nun insgesamt fast 80.000 Beschäftigte in NRW deutlich gemacht, „dass sie sich nicht mit Reallohnverlusten abspeisen lassen“, sagte der IG Metall-Bezirksleiter NRW, Oliver Burkhard. Insgesamt sind in der Metall- und Elektroindustrie in NRW 700.000 Menschen beschäftigt. An diesem Donnerstag spricht Gewerkschaftschef Berthold Huber bei Ford in Köln zur aktuellen Entwicklung im Tarifstreit. Der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte er, wenn bis zur nächsten Verhandlungsrunde am Dienstag in Baden-Württemberg kein besseres Angebot vorliege, sei die IG Metall umgehend zum Streik entschlossen: „Am 11. November gibt es eine Einigung oder es kommt zum Arbeitskampf“, sagte Huber. Am Mittwoch kamen mehr als 2500 Teilnehmer zu einer Kundgebung beim Maschinenbauer Deutz AG in Köln. In Gelsenkirchen zogen 1600 Metaller in einer Demonstration durch die Stadt. In Mönchengladbach legten 3000 Beschäftigte aus 20 Betrieben für zwei Stunden die Arbeit nieder. In Bocholt, Wesel und Friedrichsfeld am Niederrhein traten in Betrieben der Flender AG insgesamt 1500 Beschäftigte für bis zu zwei Stunden in den Ausstand. Darüber hinaus habe es zahlreiche weitere Warnstreikaktionen in ganz NRW gegeben, teilte die IG Metall mit. Die Beschäftigten erwarteten schleunigst ein besseres Angebot der Arbeitgeber, sagte Burkhard. „Entweder geht es am 11. November wirklich um mehr, das heißt um eine faire Lösung, oder es geht gar nichts mehr. Dann haben die Arbeitgeber Urabstimmung und Streik zu verantworten.“ Die Arbeitgeber bieten bisher 2,1 Prozent mehr Entgelt plus Einmalzahlungen, die Gewerkschaft fordert ein Plus von acht Prozent für die 3,6 Millionen Beschäftigten der wichtigsten deutschen Industriebranche. Huber sagte, die IG Metall sei entgegen anderer Einschätzungen sehr wohl kampffähig. Die Metaller seien erbittert und schnell zu mobilisieren. 

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