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INFOKASTEN_FR_Stahl ist nicht gleich Stahl

Düsseldorf. Stahl ist nicht gleich Stahl. Auch wenn die von den USA geplanten Strafzölle anscheinend keine Unterscheidung zwischen Basis-Werkstoffen und hochwertigen High-Tech-Produkten vorsehen, ist die Welt des Stahls extrem vielfältig.

INFOKASTEN_FR_Stahl ist nicht gleich Stahl

Stahlproduktion bei der Salzgitter AG. Foto: Julian Stratenschulte

Nach einer Übersicht der Wirtschaftsvereinigung Stahl produziert allein die europäische Industrie rund 2500 genormte Stähle. Bis zu 30 völlig neue Stahlsorten kommen jedes Jahr hinzu.

Das Angebot reicht von vergleichsweise simplen Qualitäten für die Konservendosen-Herstellung oder die Bauindustrie bis zu hoch- und höchstfesten Stählen für die Automobilhersteller und die Maschinenbauer.

Die Karosserie des aktuellen VW Golf etwa besteht nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung zu 80 Prozent aus hoch- und höchstfesten Stahlsorten. Eine wichtige Rolle spielen dabei Mangan-Bor-Stähle, die hohe Crash-Sicherheit bei geringem Gewicht bieten.

In Kraftwerken kommen Stahlsorten zum Einsatz, die besonders darauf optimiert sind, hohen Temperaturen und Druckbelastungen zu widerstehen. Bei Baggerschaufeln garantiert Spezialstahl hohe Abriebfestigkeit, bei Stoßdämpfern hohe Formfestigkeit auch nach zahllosen Stoßbeanspruchungen. Stahl kann in so vielfältiger Weise verwendet werden, weil sich seine physikalischen und chemischen Eigenschaften in weiten Grenzen gezielt verändern lassen.

Die Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten spiegelt sich in der Vielzal der Kunden der Stahlindustrie wider. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauindustrie und der Maschinenbau. Auf sie entfallen zusammen fast drei Viertel des Stahlverbrauchs.

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