Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

IOC sperrt vier weitere russische Wintersportler

Lausanne. Der Bannstrahl des IOC trifft immer mehr russische Athleten, der Dopingproben von den Sotschi-Spielen manipuliert sein sollen. Auch Bob-Doppel-Olympiasieger Alexander Subkow wurde nun gesperrt. Er erhebt schwere Anschuldigungen gegen die IOC-Kommission.

IOC sperrt vier weitere russische Wintersportler

Alexander Subkow wurde lebenslang gesperrt. Foto: Tobias Hase

Russlands Fahnenträger bei den Winterspielen 2014 in Sotschi, der zweimalige Bob-Olympiasieger Alexander Subkow, ist lebenslang für Olympia gesperrt worden.

Neben dem Star der Heimspiele suspendierte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Freitag drei weitere russische Wintersportler wegen Dopings. Die Sanktionen erfolgten aufgrund der Untersuchungen der Oswald-Kommission, die allen vier Athleten Verstöße gegen die Dopingregeln vorwirft.

Neben Subkow wurden die Bob-Pilotin Olga Stulnewa sowie die beiden Eisschnellläufer Olga Fatkulina und Alexander Rumjanzew für alle olympischen Wettbewerbe auf Lebenszeit gesperrt. Subkow hatte in Sotschi im kleinen und im großen Schlitten Gold erkämpft, Fatkulina holte Silber über 500 Meter.

„Ich habe jahrelang auf diese Medaillen hingearbeitet. Alle meine Erfolge, all meine Siege waren und sind immer sauber“, sagte Subkow in einem Telefoninterview der Nachrichtenagentur AP und fügte hinzu: „Sport ist zur Politik geworden.“ Von seinem Amt als Präsident des russischen Bob-Verbandes werde er nicht zurücktreten. Er bezichtigte das IOC, die „Handlungen und Entscheidungen im Voraus ausgearbeitet“ zu haben.

„Die Führer saßen dort und schliefen hinter ihren Schreibtischen ein, als die Fakten und Beweise von meiner Seite vorgelesen wurden. Sie waren nicht interessiert“, berichtete er über seine Anhörung vor der vom Schweizer Denis Oswald geleiteten Kommission der „forensischen und analytischen Dopinguntersuchungen“.

Damit hat das IOC bereits für 14 russische Athleten in vier Sportarten lebenslange Sperren verhängt und deren Resultate von den Winterspielen 2014 annulliert. Im Medaillenspiegel verlieren die Russen damit die Spitzenposition, die USA, Norwegen und Kanada ziehen nachträglich vorbei.

Die Kommission untersucht insgesamt 28 Fälle, in denen Athleten im Zuge der Ermittlungen des kanadischen Rechtsprofessors Richard McLaren im Auftrag der Welt-Antidoping-Agentur WADA der Manipulation beschuldigt werden. Alle stehen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Staatsdoping-Affäre. Weitere Urteile könnten in der nächsten Woche verkündet werden. Bereits am Montag soll die erste Urteilsbegründung veröffentlicht werden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sportpolitik

Berlins Bürgermeister Müller offen für Olympia-Bewerbung

Berlin. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller zeigt sich offen für eine Olympia-Bewerbung der deutschen Hauptstadt. „Paralympische und Olympische Spiele gehören zu den herausragenden und mitreißendsten Sportereignissen weltweit“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.mehr...

Sportpolitik

Berlin knüpft neue Olympia-Bewerbung an Bedingungen

Berlin. Olympia in Deutschland? Das schien nach den in Volksabstimmungen gescheiterten Bewerbungen von Hamburg und München nicht mehr zeitgemäß. Alt-Kanzler Schröder empfahl nun eine neue deutsche Bewerbung. Berlin findet das auch gut so, stellt aber Bedingungen.mehr...

Sportpolitik

Finanzprobleme für Verbände durch politische Hängepartie

Pyeongchang. Die monatelange Hängepartie um eine neue Bundesregierung wird für zahlreiche Sportverbände finanziell bedrohlich. Das Fördergeld vom Bund für 2018 wird frühestens im dritten Quartal fließen. Der DOSB weiß: Die ersten Verbände haben schon existenzielle Not.mehr...

Sportpolitik

Früherer FIFA-Vize Chung vor CAS erfolgreich

Lausanne. Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Chung Mong Joon ist mit seinem Einspruch vor dem CAS erfolgreich gewesen und kann nach seiner Sperre ab sofort wieder im internationalen Fußball aktiv werden.mehr...