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Im Guck Mal ist die Hölle los

BRACKEL Das Kabarett Guck Mal feiert seinen 10. Geburtstag. Seit 1997 machen Erzieherinnen aus der evangelischen Kirchengemeinde Brackel schon Kabarett. Zum Jubiläum hat sich das Ensemble unter der Regie von Hanni Csösz ein ganz besonderes Programm ausgedacht.

von Von Heike Mohr

, 22.10.2007
Im Guck Mal ist die Hölle los

Gertrud (Ute Zäske) feiert ihren 70. Geburtstag. Nicht gerade ein Partylöwe ist die fromme Helene (Gudrun Zillmer), die zum Gratulieren vorbei schaut.

Es ist 20 Uhr. Das Geburtstagsprogramm des Guck Mal läuft seit einigen Minuten. Im Raum vor dem Theatersaal steht eine dunkelhaarige Frau allein an einem Tisch.

Ernst blickt sie den Vorhang an, der den Vorraum vom Theatersaal trennt. Manchmal, wenn das Publikum ganz besonders laut lacht, hellt sich ihre Miene auf. Dann schaut sie wieder konzentriert auf den Vorhang. Hanni Csösz ist aufgeregt, obwohl sie gar nicht auf die Bühne muss. "Ich muss immer auf das Stichwort warten", erklärt sie. Wie sich kurz darauf herausstellt, ist sie nicht nur für die Regie zuständig, sondern auch für Maske und Kostüm von Darstellerin Gudrun Zillmer, die sich im Laufe des Abends in fünf unterschiedliche Frauenfiguren verwandelt.

Publikum schreit vor Lachen

Auf der Bühne haben die Schauspielerinnen unter der musikalischen Begleitung von Bärbel Gube voll aufgedreht: "Dat gibt et ja gar nich! Die Carrera bei mir auffe Feier!", kräht Geburtstagskind Gertrud (Ute Zäske), die Protagonistin, als sie unerwartet Besuch von Sängerin Donna Carrera bekommt. Das Publikum schreit vor Lachen und auch Hanni Csösz lacht den Vorhang an.

Die Geschichte des Jubiläumsprogramms "Hör auf am Heulen oder Das ist doch kein Drama" ist schnell erzählt: Gertrud (Ute Zäske) wird 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass empfängt sie in der Kleingartenanlage eingeladene und nicht geladene Gäste, die sich mit ihr über die großen Themen des Lebens austauschen und Unruhe stiften: Die fromme Helene Heilig will an Gudruns Umweltgewissen appellieren, Überraschungsgast Donna Carrera kommt zu früh und lässt die Party beinahe platzen, und Anwältin Justine Kadi wedelt mit Formularen herum, die für eine Geburtstagsparty eher unpassend erscheinen. "Mir gefällt es auch in diesem Jahr sehr gut", erzählt Zuschauerin Klaudia Schüler begeistert, und ihre Begleiterin Ute Weyers fügt hinzu: "Wir kommen schon seit zehn Jahren hierher!"

Veränderungen ab 2008

Das aktuelle Programm ist das letzte unter der Regie von Hanni Csösz. Und das ist nicht die einzige Veränderung, die dem Guck Mal bevorsteht. Ab Herbst 2008 präsentiert sich das Kabarett mit neuem Outfit. Hanni Csösz will dann als Beraterin mitwirken. 

Am 9. und 10. November tritt die Guck-Mal-Truppe im Wichern-Haus, Stollenstraße auf. Beginn: 19.30 Uhr.