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Im Meeting gelten ungeschriebene Regeln für die Sitzordnung

Bonn (dpa/tmn) In Konferenzen gibt es zwar meist keine feste Sitzordnung, doch setzen sich Berufstätige schnell in die Nesseln, wenn sie sich den falschen Platz aussuchen.

«Man muss die ungeschriebenen Regeln beachten», sagt Agnes Jarosch vom Deutschen Knigge-Rat in Bonn zum Thema Sitzordnung im Meeting. So seien die Plätze neben dem Chef in der Regel für Ranghöhere und Ehrengäste reserviert. Es sei daher unangemessen, wenn sich etwa ein Azubi ungefragt auf so einen VIP-Platz setzt.

Neulinge im Büro warten am besten kurz ab und schauen, wohin die anderen sich setzen, rät Jarosch. So vermeiden sie, dass sie aus Versehen den Stammplatz eines Ranghöheren erwischen. Oder sie fragen einen Kollegen, wohin sie sich am besten setzen. Wer sich unsicher ist, setzt sich besser nicht in die Mitte, sondern an den Rand des Tisches und weiter weg von der Präsentationswand - dort sind in der Regel die billigen Plätze.

Kommt unerwartet ein ranghöherer Mitarbeiter oder Kunde dazu, für den kein Stuhl mehr frei ist, sollten die anderen nicht einfach sitzen bleiben. Vielmehr sei es eine höfliche Geste, dann den eigenen Platz anzubieten, erklärt Jarosch. So könnten Berufstätige etwa sagen: «Ich hole noch einen Stuhl, setzen Sie sich doch schon einmal hierher!»

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