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Immer aufmerksam sein

MITTE Früherkennung - das beste Mittel, um Krebserkrankungen heilen zu können. Am Samstag zeigte das Brustzentrum am Augusta-Krankenhaus bei einer Patientenveranstaltung, wie Frauen das unterstützen können.

von von Sabine Josten

, 21.10.2007
Immer aufmerksam sein

Engagieren sich für die Frauengesundheit: (v.l.) Christine Asciutto (Ärtzin), Chris Sturne (Ärztin), Stefanie Seliger (Oberärztin) Suzana Dulabic (Mamma-Care-Trainerin), Marion Ankermann (Ärztin) und Gabriele Bonatz (Chefärtzin Augusta).

"Busenfreundin" war der Titel des Vormittags. Und das zeigte gleich, was entscheidend ist: die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust und einjährliche Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Jeden Monat, möglichst nach dem Ende der Menstruation, sollten Frauen ihre Brüste selbst abtasten.

Keine Panik

Frauen in den Wechseljahren sollten sich einen festen Tag dafür merken. Aber: "Vielen ist einfach nicht klar, das die Brust ein Organ ist. Und ein Organ kann erkranken", erklärte Suzana Dulabic. Sie ist eine sogenannte "Mamma Care-Trainerin". Sie zeigt in Kursen, wie die Selbstuntersuchung am Besten vorzunehmen ist. "Viele Frauen sehen ihre Brüste nur als schmuckes Körperteil, das den Ausschnitt hübscher macht. Zudem haben sie oft tatsächlich Hemmungen, sich objektiv zu betrachten". Dahinter stecke zum einen sicherlich die Angst, bei der Untersuchung einen Knoten zu entdecken, zum anderen sei das einfach ein "fremdes Gefühl". Wer aber seine Brüste gut kennt, kann Knoten in frühem Stadium entdecken.

Meist nicht bösartig

Wobei die Ärzte der Klinik vor einem warnen: Panik. "Die meisten Knoten sind nicht bösartig", betonten sie mehrfach. Auch zum Beispiel Zysten oder Fetttumore könnten dahinter stecken. Ist ein Knoten da, muss er weiter untersucht werden. Das geht mithilfe der bildgebenden Verfahren. Dazu gehört die Mammografie, der Ultraschall und eine Schichtaufnahme (MRT). Die Untersuchungen seien als ergänzende Mittel anzusehen, erklärte Chris Sturne, Fachärztin der Klinik. Jede habe ihre Stärken, aber auch Schwächen.

Wobei Dr. Gabriele Bonatz, Chefärztin der Gynäkologie, mit einem freundlichen Seitenhieb in Richtung der Krankenkassen sagte: "Auch beim Mammografie-Screening meinen wir, sollte ein Ultraschall unbedingt mit ins Programm gehören". Bislang gehört es das noch nicht. Die Veranstaltung war gut besucht, das Auditorium beteiligte sich rege an den Diskussionen. Allein das dürfte die Veranstalter in ihrem Sinne sehr gefreut haben.