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Immer mehr Akademikerkinder an Universitäten

Berlin (dpa) An deutschen Universitäten studieren immer mehr Akademikerkinder. Hatten 1993 erst 49 Prozent aller Studienanfänger einen Vater oder eine Mutter mit akademischer Ausbildung, so waren dies 2007 schon 60 Prozent.

Dies zeigt eine neue Untersuchung der Konstanzer Hochschulforscher um Tino Bargel für das Bundesbildungsministerium. Am stärksten ausgeprägt ist diese «Bildungsvererbung» laut Studie in der Medizin, wo bei 66 Prozent der Studenten mindestens ein Elternteil einen Universitätsabschluss hat.

Noch in den 60er Jahren galten die Universitäten «als Domäne der Männer», heißt es in der Studie weiter. Heute dagegen sind rund 50 Prozent der Studierenden junge Frauen. Während geschlechtsspezifische Benachteiligungen ausgeglichen werden konnten, gelte dies nicht für die Frage der sozialen Herkunft. An den Universitäten sei «keine weitere Öffnung für neue Kreise der Bildungsaufsteiger festzustellen».

Die Untersuchung belegt auch: Trotz des hohen Frauenanteils unter den Studierenden folgt die Wahl des Fachs noch immer traditionellen Bahnen. Nach wie vor gibt es nur wenige Studentinnen in den mathematischen, informationstechnischen, naturwissenschaftlichen, oder technischen Studiengängen.

Der Hochschulforscher Bargel analysiert mit seinem Team seit 25 Jahren das soziale Profil der Studierenden, ihre Studienstrategie und beruflichen Erwartungen sowie ihre Reaktionen auf den sich ändernden Arbeitsmarkt. Dazu werden im dreijährigen Abstand auch Befragungen im Rahmen eines «Studierendensurvey» mit jeweils über 8000 Teilnehmern durchgeführt.

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