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"Impulse" wird es in Bochum nicht mehr geben

Festival

Es ist das Aus für das Festival Impulse: Die Kunststiftung NRW streicht die Fördergelder für die Veranstaltung. Und das bedeutet für die Veranstalter 150.000 Euro weniger. Jetzt gibt es Impulse 2014 nicht mehr. Aber für 2015 stand bereits fest, dass das Festival in Bochum ohnehin nicht zu Gast gewesen wäre - aus anderen Gründen.

BOCHUM

, 14.02.2014
"Impulse" wird es in Bochum nicht mehr geben

2013 wurde das Performance-Zentrum "Chez Icke" vor dem Theater zum Treffpunkt für Impulse-Besucher. 2015 findet das Festival nicht mehr in Bochum statt.

Kulturdezernent Michael Townsnend erläutert: „Wir haben kommunale Mittel in Höhe von 28 000 Euro im Etat.“ 25 000 Euro als notwendige Komplementärmittel, die früher aus Stiftungen kamen, gibt es dagegen nicht mehr. „Wir waren bereit, mit reduzierten Produktionszahlen Standort zu sein. Aus Sicht des Kultursekretariats war das nicht praktikabel. Damit waren wir praktisch draußen“, so Townsend. Sibylle Broll-Pape, Leiterin des Prinz Regent Theaters, hatte ihrerseits bereits beschlossen, sich von den Impulsen zu verabschieden. Und dies, obwohl sie mit ihrem Theater seit 1990 Spielort des Festivals war. „Ich habe es immer als mein Festival gesehen“, so Sibylle Broll-Pape. Sie spricht von einer sehr starken, neuen Theaterästhetik, die das Festival für das Off-Theater in der letzten Ausgabe 2013 gezeigt habe. Die aber nicht so gut zum Bochumer Publikum gepasst habe. Im vergangenen Jahr war nur noch eine Produktion im PRT zu sehen. Angesichts finanziell schwieriger Zeiten soll jetzt das Geld lieber in eigene Produktionen gesteckt werden. Kritik will die PRT-Chefin nicht äußern. Zur Streichung der Mittel durch die Kunststiftung NRW sagt sie allerdings: „Es wundert mich nicht.“

2013 hatte sie sich noch sehr engagiert, um die Impulse in Bochum zu sichern. Auch damals fehlten die Komplementärmittel. Finanziell sprang vor allem das Schauspielhaus ein. Intendant Anselm Weber hatte rund 16.000 Euro aus seinem Etat für die Impulse frei gemacht. 1990 wurde das Festival freier Theater gegründet. Bochum und Mülheim waren erste Schauplätze, später kamen Düsseldorf und Köln dazu. „Es ist bedauerlich, wenn mit so einer Tradition gebrochen wird,“ so Townsend gestern. Er ergänzt: „Ich bin froh, dass in den Jahren des Nothaushaltes nicht mehr kaputt gegangen ist.“

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