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In Hörde packt man`s an

HÖRDE Moderne Medienkunst trifft Hörder Geschichte: In der Phoenixhalle stellte die Autorin Gabriele Krause-Herrmann ihre Erinnerungen an die alte Heimat vor. Hauptdarsteller war die fiktive Figur "Heinrich Kürtelkämper".

von Von Lena de Boer

, 22.10.2007
In Hörde packt man`s an

Gabriele Krause-Herrmann liest in der Phoenixhalle aus ihrem Buch der Erinnerungen.

 "Heute habe ich wieder Heinrich Kürtelkemper getroffen ..." - wenn Großvater Hermann Krause seine Enkelin Gabriele mit diesem Satz begrüßte, wusste die Kleine ganz genau, was sie zu erwarten hatte. Dann machte es sich ihr Opa im alten Ledersessel gemütlich, stellte die Schale voll mit Pralinen und Himbeerbonbons auf das Spitzendeckchen und begann seiner Gabriele die abenteuerlichen Geschichten des Hörder Urgesteins Heinrich Kürtelkemper zu erzählen.

Und der hatte so einiges erlebt: Gespräche mit seinem karierten Schal, eine Begegnung mit einem Papagei im Schnee und verrückte Jagdgeschichten ... die Liste der wundersamen Erlebnisse des Bergmanns Kürtelkämper war endlos - sehr zur Freude der kleinen Hörderin.

Noch heute denkt Gabriele Krause-Herrmann voller Wehmut und Freude an Opas Geschichten zurück. Und erzählt sie weiter. Aus ihrem Buch "Mein Freund Heinrich Kürtelkemper - Geschichten einer Freundschaft aus der Zeit des Wirtschaftswunders" las sie am Sonntag in der Phoenixhalle, wo sonst moderne Medienkunst residiert.

Dort machten es sich die Besucher im eigens hergerichteten "Wohnstübchen" inmitten einer modernen Kunstausstellung gemütlich. Alt traf neu.

Im Wohnstübchen brannten Kerzen, das Spitzendeckchen lag auf dem Tisch und auch Opas Ledersessel war da. Der blieb natürlich leer. "Schließlich darf hier bloß Großvater Krause Platz nehmen", sagte die Autorin Krause-Herrmann lächelnd.

Während sie die lustigen und wundersamen Hörder Geschichten las, gingen wie zu alten Zeiten Himbeerbonbons und Pralinen durch die Reihen, bereits vorab konnten sich die Besucher mit einem dampfenden Teller Erbsensuppe für die Spurensuche des Hörders stärken.

Dazu gehörten nicht bloß die Geschichten der Vergangenheit. "Fragen Sie sich einmal, was Kürtelkemper wohl zu der Entwicklung des Phoenix-Geländes sagen würde", regte Krause-Hermann eine Diskussion an.

Mit der Ausstellung im Hintergrund waren sich alle Gäste einig. In Hörde packt man an und krempelt die Ärmel hoch - wie es einst Kürtelkemper getan hatte.