Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

In die Röhre gekuckt und Job gefunden

BERGHOFEN Es gibt Dinge, die gibt's gar nicht. Das dachte sich auch Andreas Sehring, als er vor gut fünf Jahren plötzlich einen Arbeitsvertrag in den Händen hielt. Über ein Jahr lang war der gelernte Stahlbetonbauer zuvor arbeitslos.

von Von Jörg Bauerfeld

, 14.08.2008
In die Röhre gekuckt und Job gefunden

Andreas Sehring vor dem Nordportal des Tunnels in Berghofen. Der war für ihn ein echter Glücksfall.

Unzählige Bewerbungen hatte der heute 28-jährige auf den Weg geschickt - keine Antwort, kein Angebot. "Und vom Arbeitsamt kann man auch nichts erwarten." Den Weg zurück auf den Arbeitsmarkt fand Andreas Sehring eher durch Zufall. Ein Besuch auf der Tunnelbaustelle in Berghofen war der auslösende Faktor.

"Ich habe mir die Baumaßnahme mit Interesse angeschaut. Dabei kam ich ins Gespräch mit einem Polier", sagt Sehring. Er ging um technische Dinge und allgemeine Fragen zur Arbeit an einem Tunnel. Dann kam die Arbeitslosigkeit ins Spiel. Positive Überraschung nach zwei Wochen Der Bauleiter der Firma Bilfinger-Berger bekam Wind davon und bot dem jungen Mann an, eine Bewerbung abzugeben. "So richtig konnte ich ja nicht daran glauben, dass es was wird. Aber ich dachte, warum nicht?" Nur zwei Wochen später die "positive Überraschung".

Andreas Sehring schaute an einem Samstag mal wieder an der Baustelle vorbei, "der Bauleiter sah mich, kam vorbei und sagte, ich könne am Montag anfangen. Ich hab mich tierisch gefreut." Drei Jahre half Andreas Sehring mit, den Tunnel der B236 voranzutreiben. Der Lohn für seine gute Arbeit - ein unbefristeter Vertrag bei einer Schweizer-Tochterfirma. Von Berghofen in die Schweizer Alpen Die ist zurzeit damit beschäftigt, in den Schweizer Alpen mit dem neuen Gotthardbasistunnel (57 km) den längsten Tunnel der Welt durch den Berg zu treiben - mit Hilfe von Andreas Sehring. "Als nach Beendigung der Berghofer Baumaßnahme gefragt wurde, wer Interesse hätte, in der Schweiz zu arbeiten, hab ich sofort zugesagt".

Jetzt pendelt der 28-Jährige zwischen Berghofen und Sedrun hin und her. 10 Tage Arbeiten bei den Eidgenossen, "vier Tage ausspannen zu Hause." Und ab und zu ein Besuch an der B236. An dem Tunnel, der Andreas Sehringzu einem neuen Arbeitsplatz verholfen hat. jöb