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In Herten wird Produktion von „grünem“ Wasserstoff getestet

Herten. Auf einem ehemaligen Zechengelände in Herten wird jetzt die Produktion von Wasserstoff mit Hilfe von Windstrom getestet. Das japanische Unternehmen Asahi Kasei nahm am Freitag eine Demonstrationsanlage in der Ruhrgebietsstadt in Betrieb. Sogenannter grüner Wasserstoff könnte bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen - als klimafreundlicher Treibstoff für Fahrzeuge sowie als Speicher für Energie.

In Herten wird schon seit einigen Jahren an der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gearbeitet. Das Wasserstoff-Kompetenzzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald ist mit Unterstützung vom Land NRW und der EU ins Leben gerufen worden. Der neue Modellversuch zur Herstellung von „grünem“ Wasserstoff ist auf ein Jahr angelegt, wie Asahi mitteilte.

Bei der sogenannten Power-to-Gas-Technologie wird regenerativ gewonnener Solar- oder Windstrom zur Aufspaltung von Wasser in Sauerstoff und speicherbaren Wasserstoff genutzt. Das Verfahren ist aber noch teuer, vor allem wenn der Strom aus dem allgemeinen Netz kommt, wie Thomas Kattenstein von der Energieagentur NRW erläuterte. Dann müssten nämlich die EEG-Abgabe und andere Umlagen gezahlt werden.

In Herten wird auf eine Untersuchung des Beratungsunternehmens McKinsey zur künftigen Rolle von Wasserstoff verwiesen. Die im vergangenen Jahr bei der Weltklimakonferenz in Bonn vorgestellte Untersuchung gehe davon aus, dass im Jahr 2050 knapp 20 Prozent des weltweiten Energiebedarfs durch CO2-freien Wasserstoff gedeckt werden könnte.

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