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Indiaca - das Strand-Spiel als Wettkampfsportart

Spvg Eppendorf

Indiaca – das ist ein Schaumstoffball mit roten Federn an einem Ende. Häufig werden Indiacas in Parks und am Strand gesichtet. Was die Wenigsten wissen: Es handelt sich um eine richtige Wettkampfsportart - mit Teams, Regeln und Meisterschaften. Bei der Spvg Eppendorf spielen sogar Indiaca-Weltmeisterinnen.

WATTENSCHEID

von Maral Feizbakhsh

, 03.11.2014

Im Spiel wird von unten gegen die Schaumstofffläche geschlagen und der Gegenüber nimmt auf gleiche Art den Ball an. Als Freizeitbeschäftigung wird ein Indiaca häufig in Parks, Schwimmbädern oder am Strand gesichtet. Aber sie spielen auch in Sporthallen eine Rolle. Indiaca ist nämlich auch eine richtige Sportart mit Teams, Spielfeld, Punkten, Ligen und Meisterschaften.

Bei der Spvg Eppendorf wird Indiaca schon seit vielen Jahren gespielt. Die Regeln erinnern sehr stark an Volleyball. Es gibt allerdings einige Unterschiede: Beim Indiaca gibt es auf dem Feld nur fünf Spieler pro Mannschaft. Das Feld ist etwas kleiner, das Netz etwas tiefer und es sind gemischte Mannschaften erlaubt. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass der Ball nur mit dem Bereich von der Hand bis zum Ellbogen berührt werden darf – Kopf- oder Fußkontakt ist nicht erlaubt. Ziel des Spiels ist – genauso wie beim Volleyball –, den Ball über das Netz auf den Boden der gegnerischen Mannschaft zu schlagen und zu verhindern, dass dem Gegner das Gleiche im eigenen Spielfeld gelingt. Aber der größte Unterschied ist der Spielball selbst: Die Fläche des Indiaca ist viel kleiner als ein Volleyball. Dementsprechend schwieriger ist es auch, den Ball an der richtigen Stelle zu treffen.

Die Wenigsten kennen Indiaca als Wettkampfsport. Die Mitglieder der Spvg Eppendorf haben meist von Freunden oder Bekannten davon erfahren. „Ich war zuerst beim Turnen, das direkt vor dem Indiaca-Training in der gleichen Halle stattfindet. Die Indiaca-Leute brauchten damals noch Mitspieler und da hab ich’s mal zum Spaß ausprobiert und nach zwei Stunden war der Bann gebrochen. Das war vor 20 Jahren. Seitdem kann ich nicht mehr ohne Indiaca“, erzählt Patricia Gies. Jessica Randau ist vor allem vom Spielgerät fasziniert: „Mit einer Hand diese kleine Fläche zu treffen und dann die richtige Menge an Kraft aufzubringen und die Flugbahn richtig einzuschätzen, um den Schlag präzise auszuführen: Das ist echt anspruchsvoll.“

Bei der Spvg Eppendorf gibt es drei Mannschaften: eine Damen- und zwei gemischte Mannschaften. 2011 belegte eine Mixed-Mannschaft und 2012 die Damen-Mannschaft den dritten Platz bei Deutschen Meisterschaften. Einige Mitglieder des Vereins dürfen sich sogar Weltmeister nennen, wie zum Beispiel Patricia Gies, die 2013 in einer Mixed-Mannschaft Weltmeister wurde. Ganz unauffällig trainieren also Weltmeister in Wattenscheid. „Beim Training kann man sich so richtig auspowern“, freut sich Gies. In der Halle läuft Musik und lautes Lachen ist auch immer wieder zu hören. Laura Zyla bereitet sich gerade auf ihr eigenes Training vor. Kurz vorher hatte sie noch gemeinsam mit Wiebke Affeldt das Kindertraining geleitet. „Hier ist es nicht so verbissen. Wir trainieren zwar konzentriert, aber der Spaß steht im Vordergrund.“

Trainingszeiten: Kinder ab acht Jahren: Samstag 12 bis 13 Uhr; Erwachsene: Dienstag 20 bis 21.45 Uhr, Samstag; 13 bis 14:45 Uhr.

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