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Initiative UnternehmerPerspektiven stellte Studienergebnisse vor

Thema Schulden

Gute Schulden, schlechte Schulden: Unternehmertum in unsicheren Zeiten - so heißt die zwölfte Studie der Initiative UnternehmenPerspektiven, deren Ergebnisse am Dienstagabend im Stanzwerk vorgestellt wurden. Daraus geht hervor, dass Ruhrgebiets-Unternehmen vor allem über die Folgen der Eurokrise klagen.

BOCHUM

von Von Laura Waßermann

, 13.06.2012
Initiative UnternehmerPerspektiven stellte Studienergebnisse vor

Lars Martin Klieve, Stadtkämmerer der Stadt Essen, ARD-Wetterfee Claudia Kleinert, Detlef Hermann, Bereichsvorstand Mittelstand Nordwest, Michael T. Krüger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank Essen, Mittelstand, und Gastgeber des Abends sowie Hartmut Schauerte, Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU NRW.

„Gibt es einen Unterschied zwischen schlechten und guten Schulden?“, fragt Claudia Kleinert als Moderatorin einen mittelständischen Unternehmer im Publikum: „Gute Schulden sind die, die ich einschätzen kann.“ Auf den Gesichtern zeigt sich Zustimmung.

Die Studie der Commerzbank-Initiative zeigt, dass drei Viertel der befragten Unternehmen im Ruhrgebiet über Planungsunsicherheit in Folge der Eurokrise klagen. Die ARD-Wetterfee hakt auch bei diesem Thema nach. Die charmante Antwort vom „Rheinfells Quellen“-Unternehmer lautet: „Getrunken wird immer. Daher verfolgen wir vor allem langfristige Strategien und reagieren trotzdem auf kurzfristige Chancen.“ Neben diesem Aspekt behandelt die Studie ebenfalls die Kreditvergabe an Kommunen und Länder. Diese stehen bei 77 Prozent der Befragten in der Kritik. „Die momentane Situation ist das Ergebnis der Wünsch-dir-was-Demokratie“, sagt Hartmut Schauerte, Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU in NRW.

„Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen. Die Politik muss keine Konsequenzen aus ihren Entscheidung ziehen – im Gegensatz zum Unternehmen.“ Die Meinung von Diskussions-Teilnehmer Lars Martin Klieve, Stadtkämmerer der Stadt Essen, geht jedoch in eine andere Richtung: „Eine Gemeinde wird nicht insolvent gehen, weil die städtischen Unternehmen dies mit aller Macht verhindern würden. Die Konsequenz sollte daher nicht sein, sich kaputt zu sparen“, so Klieve. Doch Schauerte, der selbst Immobilien-Unternehmer ist, lenkt den Fokus erneut auf diese Perspektive: „Die Mischung sollte sein: Unternehmen beteiligen sich an politischen Prozessen, um Sicherheit zu wahren und zeigen Innovations-Bereitschaft am eigenen Produkt.“ Applaus aus dem Plenum.