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Innenministerium: Hupen auch nach Fußballsieg verboten

Stuttgart (dpa) Selbst der größte Jubel nach einem Fußballsieg ist nicht wirklich «grenzenlos». Fans, die zu laut oder lange hupen, können durchaus ein Knöllchen kassieren. Polizisten brauchen Fingerspitzengefühl.

Innenministerium: Hupen auch nach Fußballsieg verboten

Wer ohne Gefahr in der Stadt hupt, begeht eine Ordnungswidrigkeit - auch wenn Deutschland gewinnt. Foto: Franziska Kraufmann

Selbst wenn Deutschland am Freitag (22. Juni) ins Halbfinale der Fußball-EM einzieht: Freuden-Hupen bleibt verboten. Darauf haben Innenministerium und Polizei in Baden-Württemberg hingewiesen. Wer ohne Gefahr in der Stadt hupt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. «Wenn es nicht ausufert, wird man recht tolerant sein - aber die Sache wird vor Ort entscheiden», sagte ein Ministeriumssprecher. Letztlich liege es im Ermessen der Polizisten vor Ort.

Nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung hatte die Polizei einem 20-jährigen Autofahrer nach dem deutschen EM-Sieg gegen Dänemark zehn Euro Strafe abgeknöpft - wegen «Benutzens der Hupe ohne Grund». Die Polizei in Ludwigsburg konnte den Vorgang zunächst nicht bestätigen; ein Durchschlag des Tickets vom Autofahrer lasse aber vermuten, dass eine Verwarnung ausgesprochen wurde, sagte eine Sprecherin.

Ein Stuttgarter Polizeisprecher sagte, in der Landeshauptstadt sei seines Wissens noch kein entsprechendes Knöllchen verteilt worden. Er machte aber auch deutlich: «Es ist eine Gratwanderung.» Einerseits sei die Freude der Fußballfans verständlich, andererseits gebe es auch Beschwerden über nächtliche Ruhestörung. Der Spielraum habe auch seine Grenzen, macht der Ministeriumssprecher klar: «Bei Straftaten kann man auf keinem Fall mehr die Augen zudrücken.»

Autokorsos, jetzt während der Fußball-EM wieder groß in Mode, sind nach der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) eigentlich nicht erlaubt. Sie werden von der Polizei in der Regel jedoch geduldet, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Aber die Verkehrsregeln müssten dennoch eingehalten werden. Und bei Unfällen kann auch die Versicherung Ärger machen. Allein wegen der Fahrt in der Auto-Schlange droht eher keine Geldbuße - die Polizei könnte aber eine verhängen. Etwa wenn rote Ampeln überfahren oder Fußgänger in Gefahr gebracht werden. Wahrscheinlicher als Bußgelder von der Polizei sind Abstriche beim Versicherungsschutz. Etwa wenn man unangeschnallt fährt oder zu übermütig jubelt und sich dabei verletzt - beispielsweise beim Herauslehnen aus Autofenstern während der Fahrt. Damit setzt man seine eigene Sicherheit aufs Spiel. Die Folge: Die Kfz-Haftpflicht des Fahrers, bei der Ansprüche angemeldet werden könnten, tritt dann oft nicht voll ein.

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