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Innogy-Vorstand und Verdi fordern Arbeitsplatz-Zusagen

Essen. Nach der angekündigten Zerschlagung des Energiekonzerns Innogy rückt die Zukunft der Jobs in den Vordergrund. Der Innogy-Vorstand sieht die künftigen Eigentümer in der Pflicht.

Innogy-Vorstand und Verdi fordern Arbeitsplatz-Zusagen

Eon und RWE wollen die Geschäfte der RWE-Netz- und Ökostromtochter Innogy unter sich aufteilen. Foto: Rolf Vennenbernd

Beim vor der Zerschlagung stehenden Energiekonzern Innogy geht es jetzt um die Sicherheit der Arbeitsplätze. Der Vorstand des Unternehmens forderte die künftigen Eigentümer Eon und RWE auf, die entstandene Unsicherheit bei den Mitarbeitern so schnell wie möglich zu beseitigen.

„Wir brauchen wieder mehr Sicherheit in Form von verbindlichen Zusagen. Dabei hat die Sicherheit der Arbeitsplätze Priorität“, heißt es in einem Schreiben an die Innogy-Mitarbeiter, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag, und über das auch die „Rheinische Post“ und das „Handelsblatt“ berichteten. Innogy hat rund 42 000 Mitarbeiter.

Die Gewerkschaft Verdi forderte Eon auf, den angekündigten Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen in einem Tarifvertrag festzuschreiben. „Äußerungen in Pressekonferenzen sind das eine“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt in Richtung Eon-Chef Johannes Teyssen. „Entscheidend ist, dass die Zusagen in Tarifverträgen abgesichert sind. Wir wollen das schwarz auf weiß haben.“

Eon und RWE wollen die Geschäfte der RWE-Netz- und Ökostromtochter Innogy unter sich aufteilen. Dabei sollen nach Angaben von Eon bis zu 5000 Stellen gestrichen werden. Teyssen hatte sich am Dienstag zuversichtlich gezeigt, auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu können. „Wir kriegen das hin“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RWE-Chef Rolf Martin Schmitz.

Der Innogy-Vorstand nahm auch die Gewerkschaften Verdi und IG BCE in die Pflicht. Sie hätten den Deal explizit begrüßt und in den Aufsichtsräten von Eon und RWE zugestimmt. „Auch die Gewerkschaften gehen von einem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und der Fortgeltung der Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen aus. Wir nehmen sie beim Wort“, heißt es in dem Brief.

Der Vorstand forderte zudem die Innogy-Aktionäre „nachdrücklich“ auf, bis zu einer Prüfung des Eon-Angebots durch das Management „nichts zu unternehmen und insbesondere ihre Aktien nicht zu verkaufen“, wie es in einer Erklärung vom Dienstagabend heißt.

Der Aktienkurs von Innogy war nach den Bekanntwerden der Pläne von Eon und RWE kräftig gestiegen. Eon will den RWE-Anteil von etwa 77 Prozent an Innogy übernehmen und den freien Aktionären ein Übernahmeangebot im Gesamtwert von 40 Euro je Aktie machen.

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