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Innung lädt zum Eignungstest

Tischler

Die Tischler-Innung Bochum lädt interessierte Jugendliche am Samstag, 27. November, zu einem Eignungstest ein. So sollen sie frühzeitig eine konkrete Vorstellung von dem Handwerk entwickeln können.

BOCHUM

von Von Lisa Seiler

, 20.11.2010
Innung lädt zum Eignungstest

Lehrlingswart Michael Kaiser begutachtet die Arbeit von Nikola Liolios. Die 18-Jährige ist im ersten Jahr ihrer Tischlerausbildung.

„Berufe gibt es schließlich wie Sand am Meer“, sagt Thorsten Kaltwasser, stellvertretender Obermeister der Innung. „Der Test soll den Jugendlichen dabei helfen, in ihrer Entscheidung sicherer zu werden.“ Die Innung wolle damit für den Beruf des Tischlers werben, aber auch die Abbrecherquote senken.

Von den 136 Tischler-Lehrlingen, die in den vergangenen drei Jahren in Bochum ihre Ausbildung begonnen haben, brachen 36 diese aus den verschiedensten Gründen ab, neun davon bereits in der Probezeit. „Das ist weder gut für die Jugendlichen, noch für die betroffenen Betriebe“, sagt Britta Klein von der Innung. Der etwa zweistündige Eignungstest zeige den Teilnehmern, welche Voraussetzungen man für den Beruf mitbringen sollte. Der theoretische Teil startet mit Matheaufgaben. Die müssen ohne Hilfsmittel, also auch ohne Taschenrechner gelöst werden. Im Folgenden geht es um Allgemeinbildung, Rechtschreibung, räumliches Vorstellungsvermögen und Konzentrationsfähigkeit.

Der praktische Teil ist laut Michael Kaiser, Lehrlingswart der Innung, „für jeden spontan machbar“. Es gehe dabei nicht um große Schreinerarbeiten, sondern nur darum zu schauen, welche handwerklichen Fähigkeiten jemand mitbringt. Überhaupt müssten die Teilnehmer vor dem Test keine Angst haben. „Keiner kann durchfallen. Die Ergebnisse werden nicht an die Betriebe weitergeleitet“, sagt Kaiser. Sie dienten nur dazu, den Jugendlichen zu zeigen, ob sie sich für eine Ausbildung zum Tischler eignen und wo sie noch Wissenslücken haben.

Jeder Teilnehmer erhält am Ende ein Zertifikat. Dieses kann zum Beispiel für Bewerbungen um Praktikums- oder Lehrstellen genutzt werden.