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Fotostrecke: Wie viel sind die Gemälde wert?

Insolvenzauktion: Ausverkauf bei Achenbach

DÜSSELDORF Die Werke des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach kommen unter den Hammer - und die Nachfrage ist groß. Hunderte Sammler wollen bei der mehrtägigen Massenauktion mitbieten, alles muss raus. Welche Kunstwerke versteigert werden und wie viel sie wert sind, zeigt unsere Fotostrecke.

Insolvenzauktion: Ausverkauf bei Achenbach

Die Kunstwerke des insolventen Kunstberaters Helge Achenbach kommen unter den Hammer.

Der Run auf die Kunstwerke des inhaftierten Kunstberaters Achenbach hat begonnen: Bei der Insolvenzauktion zeichnet sich großer Andrang ab.

Bereits zur Vorbesichtigung der rund 2000 Objekte in Düsseldorf und Köln seien am vergangenen Wochenende mehr als 700 Besucher gekommen. Das sagte eine Sprecherin des Kölner Auktionshauses Van Ham am Montag.

Rund 500 Bieter hätten bisher Gebote für etwa 1300 Objekte abgegeben. „Die Gebote trudeln minütlich ein“, so die Sprecherin. Kein Wunder, gilt doch das ein oder andere Werk in der Insolvenzauktion als "Schnäppchen".

Diese Kunstwerke werden versteigert

Das Kunstwerk "Ohne Titel" von Günther Förg kommt unter den Hammer. Das Gemälde wird auf einen Wert von 40.000- 60.000 Euro geschätzt. Der Künstler starb im Jahr 2013 im Alter von 61 Jahren.
Das Kunstwerk "Spaziergang in der Nacht" von Penck A.R aus dem Jahr 2007. Der Maler heißt gebürtig Ralf Winkler. Der Wert des Gemäldes wird auf 20.000 bis 30.000 Euro geschätzt.
Das Werk "Pudong, Shanghai" von Thomas Struth. Das Auktionshaus van Ham schätzt seinen Wert auf 15.000 Euro.
Der Künstler Gotthard Graubner steht im Jahr 2001 in der Karlsruher Kunsthalle vor seinem Aquarell Werk " Pi-orange-ocker" aus dem Jahr 1998. Ein anderes seiner Werke, "Trampolin", wird für 120.000 Euro auf der Insolvenzauktion angeboten.
Das Auktionshaus Van Ham hat in einer Düsseldorfer Lagerhalle am vergangenen Wochenende über die bevorstehende Auktion der Kunstwerke der insolventen Achenbach Kunstberatung Auskunft gegeben.
Affenskulpturen von Jörg Immendorff werden ebenfalls versteigert. Der Schätzwert der Skulpturen beginnt bei 2.000 Euro.
Markus Eisenbeis vom Auktionshaus Van Ham posiert mit einer Affenskulptur von Jörg Immendorff.
Achenbachs Insolvenzverwalter Marc d'Avoine steht vor den Affenskulpturen von Jörg Immendorff.
Das Kunstwerk "Colosseum" von Penck A.R. Der Maler hat es im Jahr 1990 fertig gestellt. Sein Wert wird auf 8.000 Euro geschätzt.
Kunstwerke und die Autobiografie von Helge Achenbach, inmitten der Düsseldorfer Lagerhalle.
Kunstberater Helge Achenbach steht im April 2014 neben seinem Bentley S1, den der Künstler Beuys zu Lebzeiten fuhr.

Preise von 50 bis 120 000 Euro

Von Mittwoch bis Freitag werden zunächst rund 2000 Werke in Achenbachs ehemaligem Lager in Düsseldorf versteigert. Die wertvollsten rund 120 Objekte kommen am Samstag in Köln unter den Hammer.

Angeboten werden Werke der bekanntesten zeitgenössischen deutschen Künstler: Jörg Immendorff, Gerhard Richter, A.R. Penck, Georg Baselitz oder Joseph Beuys. Versteigert werden aver auch Werke wenig bekannter Künstler.

Die Schätzpreise reichen von 50 Euro für Poster bis zu Graubners Kissenbild „Trampolin“ für 120 000 Euro.

Ungewöhnliche Auktion

Versteigert werden die Werke gegenüber von Achenbachs Düsseldorfer Lager in einer Halle, die einst das Atelier des Fotokünstlers Thomas Ruff war. Diese Halle gilt allerdings als eher ungewöhnlicher und schmuckloser Auktionsort. „Wir sprechen hier nicht von einer elitären New Yorker Auktion“, erklärt Auktionator Markus Eisenbeis. 

Aufgrund der "moderaten" Preise für die Kunstwerke rechnete Eisenbeis schon bei den Vorbereitungen für die Auktion mit großem Andrang - auch von nicht auktionserfahrenen Kunstfreunden. Zur Vorsicht hatte er auf den ersten Seiten des Auktionskatalogs eine Modellrechnung erstellt, wie sich das sogenannte Aufgeld  berechnet. Das Aufgeld ist eine Verkaufsprovision, die von Auktionshäusern erhoben wird.

Je nach Art der Arbeit kann sich der Preis inklusive Aufgeld und Mehrwertsteuer um ein Drittel bis fast die Hälfte erhöhen. „Da soll keiner eine böse Überraschung am Ende des Tages erleben,“ so Auktionator Eisenbeis.

Auch die Maße der Werke sollte sich der unkundige Auktionskunde genau ansehen. Eine Sibirien-Flugkarte von Peter Fend wird zwar nur auf etwa 500 Euro taxiert, ist aber fast zwei Meter hoch und 3,60 Meter lang - also nichts für kleine Wohnzimmer. 

Achenbach in Haft 

Helge Achenbach (63) war im März wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden zu sechs Jahren Gefängnis vom Essener Landgericht verurteilt worden. Allein den 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht soll Achenbach bei Oldtimer- und Kunstverkäufen um fast 20 Millionen Euro geschädigt haben. 

Der bekannteste Kunstberater Deutschlands sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft.

Im April hatte Achenbach Haftbeschwerde beim Oberlandesgericht Hamm eingelegt. Dieses lehnte die Haftbeschwerde allerdings ab. Die Gefahr, dass Achenbach flüchtet, erschien dem Gericht zu hoch. Aufgrund seiner langjährigen erfolgreichen Tätigkeit im internationalen Kunsthandel verfüge er über die notwendigen Kontakte. 

Achenbachs Kunstberatung ist insolvent.

von dpa

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