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Integration in der Schule

09.10.2018
Integration in der Schule

Einheimische und neu zugewanderte lernen Seite an Seite in Schwerte. dpa © picture alliance / Axel Heimken/

Integration hat viele Bedeutungen. Einfach ausgedrückt heißt es, dass die Zugewanderten am Leben teilnehmen sollten. In der Schule stellen sich Lehrer die Frage, wie Schüler am besten integriert werden können. Der Kreis Unna hat sich dafür etwas Neues ausgedacht: das Go-In Konzept. Das klingt zwar theoretisch, aber ist sehr praktisch.

Go-In bedeutet, dass alle neu zugewanderten Schüler von Anfang an Regelklassen besuchen, selbst wenn sie kein oder nur wenig Deutsch sprechen.

Gleichzeitig erhalten die Flüchtlinge in den Go-In Klassen zehn Stunden in der Woche Deutsch-Förderunterricht und es werden gesellschaftliche Werte vermittelt. So ist es auch in Schwerte. Professor Khalid Arar aus Tel-Aviv vergleicht die Go-In-Schulen mit einem Becken, indem alle Kinder mitschwimmen können. „Wenn man die Flüchtlinge nur in Extra-Klassen stecken würde, dann wäre das keine Teilhabe.“

Auf diese Weise werden deutschlandweit nicht so viele Schüler integriert. Die meisten Schüler unterrichten die Flüchtlinge für zwei Jahre in Extra-Klassen. Erst wenn sie gut genug Deutsch sprechen, gehen sie in die Regelklassen. Genau das kritisiert Khalid Arar, weil die Schüler dadurch ausgeschlossen werden.

Said Rezek