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Intensivstationen überfüllt

Intensivstationen überfüllt

Gerade in der kühlen Jahreszeit arbeitet unser Immunsystem nicht so effektiv wie im Sommer. Die Folge sind Krankheiten wie Grippe und Erkältung. dpa Foto: picture alliance / Maurizio Gamb

Castrop-Rauxel. Das Krankenhaus ist eigentlich ein Ort, an dem kranke Menschen wieder gesund gemacht werden. Wenn es aber zu Krankheits-Stoßzeiten kommt, kann es sein, dass nicht für alle Patienten Platz im Krankenhaus ist. Stoßzeiten sind zum Beispiel Zeiten, in denen es aufgrund kalten Wetters bei sehr vielen Menschen gleichzeitig zu Krankheiten wie der Grippe kommt.

Gerade bei älteren Menschen sind Infektionen im oberen Rachenraum und der Lunge gefährlich, weil sie nicht mehr ein so starkes System von Abwehrkräften haben. Diese Abwehrkräfte sorgen dafür, dass Viren und Bakterien, die in den Körper gelangen, bekämpft werden. Bei älteren Menschen funktioniert dieses Immunsystem oft nicht mehr so gut wie bei jüngeren. Sie bekommen zusätzlich zur Grippe noch einen bakteriellen Infekt. Es kann sein, dass sie dann in akuter Lebensgefahr schweben und auf die Intensivstation müssen. Dort wird ihr Zustand viel intensiver und regelmäßiger kontrolliert als auf einer normalen Station. Vor allem im Februar und März waren diese Stationen aufgrund der Grippewelle jedoch überfüllt. Ärzte mussten dann entscheiden, ob ein gesünderer Patient einem kränkeren weichen müsse. Falls das nicht möglich war, musste ein Patient in ein anderes Krankenhaus verlegt werden.

Anna-Lena Roderfeld

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