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Interview mit Macher: "Wir sind Mainstream"

Zeltfestival Ruhr

Die Zelte sind wieder da: Vom 20. August bis zum 5. September gastiert das Zeltfestival Ruhr (ZFR) am Kemnader See. Peter van Dyk sprach mit ZFR-Mitorganisator Heri Reipöhler über die Entwicklung seit dem ersten Festival 2008.

Bochum/Witten

von Von Peter van Dyk

, 11.08.2010
Interview mit Macher: "Wir sind Mainstream"

<p>ZFR-Mitorganisator Heri Reipöhler: "Unglaublich positives Feedback." <p></p> Foto van Dyk</p>

Ich sage immer, dass wir das kleine, sympathische Festival mit Urlaubsflair sind, wirklich keine Großveranstaltung. Für uns ist das ein relaxtes Festival, bei dem das Konzerterlebnis als solches nur einen Gesichtspunkt darstellt, im Endeffekt haben wir ja drei Säulen: den Kunsthandwerkermarkt, die Gastronomie und die Gastspiele.

Das liegt natürlich auch am tollen Gelände am Kemnader See. Das ist wirklich eine Oase im Ruhrgebiet. Wir freuen uns, dass es hier mit der Verlängerung geklappt hat, auch deshalb, weil für viele unserer Partner Planungsicherheit sehr wichtig ist.

Auf jeden Fall. Im ersten Jahr haben wir eine richtige finanzielle Beule gehabt, aber auch unglaublich positives Feedback. Dass alle Künstler, alle Partner, alle Sponsoren gesagt haben: Was für ein tolles Festival, ihr müsst weitermachen - das hat uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Ja, 14 Tage vor Beginn waren 35 000 Karten verkauft. Einige Veranstaltungen sind ausverkauft, viele noch nicht, so dass wir hoffen, dass da noch etwas dazukommt.

Wir versuchen nicht, aus allen Nischenbereichen für jeden etwas bereit zu halten. Wir sehen uns als Festival, das im klassischen Sinn den Mainstream bedient. Und dabei den Bogen von zum Beispiel Jan Delay zu Howard Carpendale spannt. Wir gehen aber nicht ins völlig Extreme und haben an einem Tag den Wendler und dann, sagen wir mal, Metallica.

Naja. Die Crew beginnt bei großen Produktionen halt morgens um acht Uhr mit dem Aufbau, die Konzerte enden um zehn, der Abbau geht bis ein, zwei Uhr - also viel Schlaf ist das nicht unbedingt.

Man ist immer gut beraten, eine solche Situation zum Anlass zu nehmen, die eigene Konzeption zu überdenken. Wir haben uns gerade erst mit Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt beraten und sind aber zusammen zu dem Schluss gekommen, dass das bisherige Sicherheitskonzept perfekt gegriffen hat.