Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Ist mein Auto umweltfreundlich? Verbrauchskontrolle hilft

Berlin (dpa/gms) - Um etwas über die Umwelteigenschaften ihres Fahrzeugs zu erfahren, sollten Autofahrer regelmäßig ihren Spritverbrauch kontrollieren. Damit lasse sich etwa der CO2-Ausstoß ermitteln, sagt Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin.

Die CO2-Emissionen in Autoabgasen gelten als ein Hauptverursacher für den weltweiten Klimawandel. Die EU-Kommission will daher Grenzwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) von Kraftfahrzeugen festlegen. In einem Strategiepapier schlägt sie vor, dass die europäische Autoindustrie bis zum Jahr 2012 den durchschnittlichen CO2-Ausstoß ihrer Neufahrzeuge auf 130 Gramm pro Kilometer verringern soll. Derzeit kommen die Autohersteller auf einen Durchschnittswert von 163 Gramm.

Ein Liter Benzin ergeben bei der Verbrennung laut Gerd Lottsiepen 2,37 Kilogramm CO2. Bei einem Liter Diesel sind es 2,65 Kilogramm CO2. «Das ist das Ergebnis eines chemischen Prozesses», erklärt der VCD-Sprecher. Bei der Verbrennung von einem Kilogramm Benzin würden 14,6 Kilogramm Sauerstoff benötigt, weshalb das Reaktionsprodukt am Ende schwerer ist als die tatsächlich verbrauchte Menge an Kraftstoff.

Auf die ausgestoßene Menge an CO2 kommt man laut Lottsiepen, wenn der Durchschnittsverbrauch - zum Beispiel 13,8 Liter auf 100 gefahrene Kilometer - bei Benzinern mit dem Faktor 23,7, bei Dieseln mit dem Faktor 26,5 multipliziert wird. Der Benziner würde somit pro Kilometer rund 327 Gramm CO2 ausstoßen, der Diesel rund 366 Gramm. Bei der Beurteilung der Umwelteigenschaften eines Fahrzeugs sei also nicht nur der Verbrauch wichtig, so der VCD-Sprecher. Das Rechenbeispiel zeige, dass Dieselmodelle bei gleichem Verbrauch schlechtere CO2-Eigenschaften haben als Benziner.

Um den Durchschnittsverbrauch in Liter pro 100 gefahrene Kilometer zu ermitteln, sollten Autofahrer über mehrere Tankzyklen notieren, wie viel Liter sie getankt haben und wie viele Kilometer sie damit jeweils gekommen sind, empfiehlt Lottsiepen. Dabei seien immer gleiche Bedingungen wichtig - der Tank sollte zum Beispiel immer vollgetankt werden. Um den Durchschnittsverbrauch zu errechnen, wird die Menge der getankten Liter mit dem Faktor 100 multipliziert und dann durch die Anzahl der gefahrenen Kilometer geteilt.

Fallen die ermittelten Verbrauchs- und Emissionswerte aus Umweltsicht schlecht aus, können Autofahrer dem VCD-Sprecher zufolge nur auf eine Weise etwas daran ändern: mit einer Sprit sparenden Fahrweise. «Es gibt keine Möglichkeit, das Fahrzeug etwa mit einem Katalysator nachzurüsten. Bei der Verbrennung von Kraftstoff entsteht eine bestimmte Menge an CO2. Die lässt sich nicht mehr umwandeln.»

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leben : Haus und Garten

Billig-Energiesparlampen enthalten oft zu viel Quecksilber

Berlin (dpa/tmn) Wer etwas für die Umwelt tun möchte, setzt zuhause auf Energiesparlampen. Doch: Billig-Produkte enthalten oftmals zu große Mengen Quecksilber. Das kann bei einer Beschädigung der Leuchte austreten.mehr...

Leben : Haus und Garten

Baumaterial im hinteren Fußraum des Autos transportieren

Stuttgart (dpa/tmn) Heimwerker sollten schweres Baumaterial am besten hinter den Vordersitzen des Autos lagern. Durch eine falsche Platzierung im Fahrzeug kann es zu Schäden am KFZ und Verletzungen der Insassen während der Fahrt kommen.mehr...

Leben : Haus und Garten

Immobilienbesitzer müssen Bäume auf Grundstück kontrollieren

Oldenburg (dpa/tmn) Für Bäume auf ihrem Grundstück sind Eigentümer selbst verantwortlich. Deshalb sollten sie diese regelmäßig auf Schäden kontrollieren. Eine forstwirtschaftliche Ausbildung müssen sie dafür nicht absolvieren.mehr...

Leben : Haus und Garten

Elbe und Saale sind für viele Fische wieder ein Paradies

Dresden/Jena (dpa) Manche Fischarten hatten Elbe und Saale schon die Schwanzflosse gezeigt. Schlechte Wasserqualität ließ die Bestände zurückgehen. Doch nun liefern beide Flüsse Beweise für eine Umkehr. Experten mahnen aber weitere Anstrengungen zur Renaturierung der Flüsse an.mehr...

Leben : Haus und Garten

Wiederverwertung: Aus Plastikflaschen werden Stiefelspanner

Man muss nicht im Müll kramen, um manches Alte und Kaputte noch mal zu verwerten. Aber man kann sich durchaus der Umwelt zuliebe das Wegwerfen so mancher Dinge sparen und ihnen ein zweites Leben geben.mehr...