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Istanbuler Derby wird ohne Publikum zu Ende gespielt

Istanbul. Nach dem Abbruch des Stadtderbys der Istanbuler Fußballclubs Fenerbahce und Besiktas wird die verbliebene Spielzeit nachgeholt.

Istanbuler Derby wird ohne Publikum zu Ende gespielt

Senol Günes, Trainer von Besiktas Istanbul, hält sich eine Tüte Eis auf den Kopf, nachdem er von einem Gegenstand am Kopf getroffen wurde. Foto: Uncredited/AP

Die restlichen 33 Minuten des Pokalhalbfinal-Rückspiels werden am 3. Mai im Fenerbahce-Stadion ohne Zuschauer gespielt, teilte der türkische Fußballverband mit. Besiktas-Trainer Senol Günes war im Spiel der beiden Stadtrivalen am 19. April von einem Gegenstand am Kopf getroffen und verletzt worden. Anschließend kam es zu Krawallen, das Spiel wurde in der 57. Minute beim Stand von 0:0 abgebrochen.

Der Verband teilte in einer separaten Entscheidung mit, wegen der Vorfälle müsse Fehnerbahce drei Spiele ohne Fans absolvieren und eine Strafe von einer Million Lira (200 000 Euro) zahlen. Zwei Besiktas-Spieler würden für jeweils ein Spiel gesperrt.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Mittwoch, Günes und drei Spieler von Besiktas seien von der Staatsanwaltschaft zur Zeugenaussage als Opfer gebeten worden. Nach dem Vorfall waren Dutzende Menschen festgenommen worden, darunter auch der mutmaßliche Haupttäter, der den Gegenstand geworfen haben soll.

Der Zwischenfall hatte in der Türkei für Empörung gesorgt. Sogar Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan schaltete sich ein und sagte: „Das ist mehr als Fußball-Terror. Da gibt es, ich muss offen sprechen, auch eine Verschwörung.“ Details nannte Erdogan nicht.

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