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Neues Gutachten

JVA Münster: Keine Gefährdung der Standsicherheit

MÜNSTER Wegen Einsturzgefahr war das Gefängnis in Münster vor drei Monaten Hals über Kopf geräumt worden, ein weiteres Gutachten sieht nun jedoch keine akuten Probleme. „Eine Gefährdung der Standsicherheit sieht der Gutachter bei Beachtung der vorgeschlagenen Prüfintervalle nicht“, so die Bezirksregierung am Mittwoch.

JVA Münster: Keine Gefährdung der Standsicherheit

Die Mauern der Justizvollzugsanstalt (JVA) Münster. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Aus Denkmalschutzgründen seien keine zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen nötig, sagte eine Sprecherin. So gibt es in einer Zelle bereits einen Stützpfeiler. Außerdem sollen die Giebelwände weiterhin auf Tragfähigkeit technisch überwacht werden.

Rund 500 Insassen mussten in andere Gefängnisse

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes, der aus Sorge um das marode Gebäude die Räumung veranlasst hatte, habe nun zwei Wochen Zeit, auf das neue Gutachten zu reagieren. Anfang Juli waren rund 500 Gefängnisinsassen binnen 48 Stunden zum größten Teil in andere Gefängnisse gebracht worden.

Anschließend hatte der BLB angekündigt, einen Teilabriss des denkmalgeschützten Gebäudes prüfen zu lassen. Die Bezirksregierung betonte, das neue Gutachten habe lediglich denkmalrechtliche Aspekte untersucht und sich nicht mit einer künftigen Nutzung befasst. Dem WDR sagte der BLB-Chef Markus Vieth, er wolle das Gutachten prüfen und dann Stellung nehmen.

Von dpa

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