Jahresbilanz: Deutlich weniger Arbeitslose in NRW

Der Arbeitsmarkt in NRW entspannt sich - aber nicht für alle: Fast 300 000 Langzeitarbeitslose profitieren nicht von dem Trend und auch bei den Lehrverträgen gibt es nur einen leichten Zuwachs.

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Düsseldorf

, 19.12.2017, 00:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Agentur für Arbeit. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Agentur für Arbeit. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen hat sich 2017 im dritten Jahr in Folge positiv entwickelt: Gut 702 000 Menschen waren nach Berechnungen der Arbeitsagentur NRW im Jahresdurchschnitt ohne Beschäftigung - über 23 000 Menschen weniger als im Vorjahr. Die NRW-Arbeitslosenquote sank deutlich auf 7,4 Prozent (Vorjahr: 7,7), wie die Chefin der NRW-Regionaldirektion, Christiane Schönefeld, am Dienstag in Düsseldorf sagte.

Von dem positiven Trend mit über 500 000 offenen Stellen und der stärksten Arbeitskräftenachfrage seit den 1970er Jahren profitierten vor allem junge Menschen. Auch viele geflüchtete Menschen fanden Arbeit. Allerdings sieht Schönefeld auch Warnsignale: Die Langzeitarbeitslosigkeit liege bei gut 294 000 Menschen und der Ausbildungsmarkt zeige mit knapp 117 000 abgeschlossenen Lehrverträgen nur ein leichtes Plus. „NRW verschenkt zu viele Potenziale“, sagte Schönefeld.