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Jamie Cullum tanzte auf dem Klavier

Zeltfestival Ruhr

BOCHUM Das Zeltfestival Ruhr hat endlich begonnen. Nachdem am Freitagabend mit Jan Delay der erste Topact für ein ausverkauftes und aufgeheiztes Festzelt sorgte, folgte am Samstag gleich der nächste große Name: Jamie Cullum.

von Karim Laouari

, 22.08.2010

Als der Brite um 20 Uhr die Bühne betrat, hatten sich die Temperaturen schon wieder jenseits der dreißig Grad eingependelt. Und nach dem zweiten Song zeigte sich, dass der Musiker mit seinem legeren Outfit – T-Shirt und kurze Hose – genau die richtige Wahl getroffen hatte. Der Schweiß tropfte unaufhaltsam aus seinen wuscheligen, braunen Haaren. Mit einem energiegeladenen Auftritt steckte der Singer-Songwriter sein Publikum im Handumdrehen an. Denn obwohl er hauptsächlich Klavier spielte, blieb Cullum keineswegs still sitzen. Immer wieder rannte er über die Bühne, sprang sogar mit einem Satz auf seinen Flügel und anschließend wieder herunter. Soviel Akrobatik haben sicher nicht viele Jazzmusiker bei ihren Auftritten im Angebot. Sowieso lässt sich Cullums Musik kaum in eine Kategorie quetschen. Zwischen jazzige Klaviersoli, Interpretationen von Swingstücken wie dem Sinatra-Klassiker „I’ve got you under my skin“, mischen sich bei ihm elektronische Elemente genauso wie modernes, tanzbares Material – wie zum Beispiel das Rihanna-Cover „Don’t Stop the music“. Da wurde auf den Stehplätzen schon früh mitgetanzt und mitgesungen. Feiern ließ sich Jamie Cullum nicht nur für seine Songs. Am Freitag wurde der Künstler 31 – das Publikum stimmte nachträglich ein Geburtstagsständchen für ihn an. „Dabei werde ich oft noch für zwölf gehalten“, witzelte der Brite. Zwei Stunden und zwei Zugaben später endete das zweite große Konzert beim Zeltfestival, das Jamie Cullum ein „wunderbares Fest“ nannte.