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Kamasi Washington in der Live Music Hall

Jazzmusiker verzaubert Publikum in Köln mit Gemeinschaftsgefühl

Köln Der Jazzmusiker Kamasi Washington war am Sonntagabend zu Gast in der Live Music Hall in Köln. Mit dabei hatte er eine ganze Menge Weggefährten. Bei seinem Auftritt überzeugte der Musiker das Publikum nicht nur mit seiner Musik.

Jazzmusiker verzaubert Publikum in Köln mit Gemeinschaftsgefühl

Kamasi Washington am Sonntagabend in Köln. Foto: Thomas Brill

In den vergangenen Jahren ist etwas Erstaunliches passiert: Indie-Pop-Festivals und -Clubs haben sich für moderne Spielarten des Jazz geöffnet. So verwundert es kaum noch, dass jetzt der afroamerikanische Saxophonist Kamasi Washington ein ekstatisch gefeiertes Konzert in der fast ausverkauften Kölner Live Music Hall spielte - natürlich nicht, ohne den politischen Anspruch seines Grenzen sprengenden Sounds zu betonen.

Kamasi Washington begeistert in der Live Music Hall

Kamasi Washington 
in der Live Music Hall.
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KKamasi Washington 
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in der Live Music Hall.
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in der Live Music Hall.

Fünf verschiedene Melodien

„In diesem Stück fließen fünf verschiedene Melodien ineinander“, moderiert Kamasi Washington „Truth“ von seiner EP „Harmony of Difference“ („Harmonie der Unterschiede“) an. Dies sei ein musikalischer Ausdruck für sein Ideal der menschlichen Gemeinschaft, die durch Unterschiede bunt, spannend und lebenswert wird.

Wie alle Stücke des Abends, ist „Truth“ ein epischer Entwurf, dauert rund 20 Minuten. Es entwickelt sich von einem unwiderstehlichen Groove von Kontrabass und zwei Schlagzeugen zu opulenten Höhepunkten, bei denen das Publikum nicht anders kann, als entzückt zu kreischen, jubeln und applaudieren. Acht Menschen wirken auf der Bühne am organisch fließenden Sound der Unterschiede. Neben der beeindruckenden Erscheinung Kamasi Washingtons, der in einem weiten afrikanischen Gewand und trotz schwüler Hitze mit schwerer Fellmütze im Zentrum steht, sind das sein Vater Rickey und langjährige Weggefährten und enge Freunde.

Positive Energie und das Gefühl der Freundschaft

Teilweise spielen die Musiker schon seit Kindertagen zusammen - was einen Sound ergibt, der nicht in erster Linie Virtuosität ausstellt, sondern Gemeinschaftsgefühl, die positive Energie guter Freundschaft und Liebe. Kamasi Washington, der sich in der Tradition der schwarzen Bürgerrechtsbewegung sieht, setzt manchmal auch auf explizit politische Botschaften. „Malcolm’s Theme“ von seinem dreistündigen Debütalbum „The Epic“ etwa ist dem Aktivisten Malcolm X gewidmet.

Den Schmerz über seinen viel zu frühen Tod macht die Sängerin mit markerschütternden Schreien spürbar. So bringt Kamasi Washington beides zusammen: die Liebe und den Schmerz - auch darüber, dass Diskriminierung und Rassismus fortexistieren. Was bleibt und wofür sich diese Musiker mit Klängen, die an 1960er-Jahre-Jazz anschließen, einsetzen, ist die Hoffnung auf Heilung, auf eine bessere Welt.

Zwei Tage hintereinander haben die Toten Hosen um Frontmann Campino (55) Essen gerockt. Die fulminanten Stadion-Konzerte waren der Auftakt der Open-Air-Saison der Düsseldorfer Band - und die Setlist bei den Auswärtsspielen überzeugte.mehr...

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