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Jeanette Dietrich bleibt in der Bahn

DORSTEN In Peking gehen die deutschen Schwimmer gerade reihenweise baden. Für Jeanette Dietrich kein Grund zur Aufregung. Unbeirrt verfolgt die Dorstenerin ihre Ziele und zieht dafür im Training Bahn um Bahn.

12.08.2008
Jeanette Dietrich bleibt in der Bahn

Jeanette Dietrich wechselt zur renommierten SG Essen.

Sechsmal die Woche fährt die 17-Jährige, die mit 5 schwimmen lernte und ihre Karriere einst beim SV Delphin Dorsten startete, nach Gladbeck, um dort bei der SG zu schwimmen. Zwei- bis zweineinhalb Stunden dauert jede Trainingseinheit, dazu kommt dreimal Krafttraining, zweimal Laufen und eine Einheit im Dorstener Atlantis. Macht zusammen zwölf. Ein Pensum, das zum Einzug in die nationale Spitze oder irgendwann einmal zur Teilnahme an Olympia reicht? Immerhin hat Jeanette im März mit ihrem Verein auch die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft des Jahrgangs 91/92 gewonnen und bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften wurde sie im Juni in Berlin zuletzt Fünfte über 50m Kraul ... Doch sie winkt ab: „Um tatsächlich ganz oben zu landen, müsste ich mein Trainingsprogramm verdoppeln und morgens und abends trainieren.“ Nicht, dass sie das noch nicht gemacht hätte. Aber so ganz war es auf Dauer doch nicht ihr Ding: „Morgens um halb sechs aufstehen war doch sehr anstrengend. Ich hätte nachmittags ständig schlafen müssen, um das Abendtraining zu überleben!“ Mangelnden Ehrgeiz kann der Gymnasiastin wohl trotzdem keiner vorwerfen. Mit der Mannschaft der SG Gladbeck heißt das Ziel für die nächste Saison in der 2. Bundesliga „Klassenerhalt“. Bei den anstehenden NRW-Kurzbahn-Meisterschaften will sie in ihrer Paradedisziplin, den 50 und 100m Kraul, wie im Vorjahr aufs Treppchen. Ein zweiter und ein dritter Platz waren es 2007. Gegen eine Wiederholung hätte die 1,87m große Dorstenerin natürlich nichts einzuwenden. Schließlich sind Konkurrentinnen wie Daniela Samulski oder Lisa Vitting, auf die sie dort trifft, gerade noch anderswo am Start - in Peking ... Doch derlei Konstellationen oder Vergleiche spielen für Jeanette offensichtlich keine Rolle. Kurz nach unserem Gespräch macht sie sich auf den Weg zum Training. Nach Gladbeck. Mit dem Zug. Vom Bahnhof geht´s mit dem Fahrrad weiter zur Schwimmhalle, zurück führt die Strecke durchweg bergauf. Trainingseinheit Nummer 13.

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